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Kunstrasenplatz: Kleine Lösung für Steinbeck

Martin Schuster erläuterte im Schulausschuss die Vorstellungen des Ortsrates Steinbeck für den neuen Kunstrasenplatz

Kompromiss im Schulausschuss: An der Grundschule entsteht ein Neubau nach Mindeststandard

os. Steinbeck. Fast eineinhalb Stunden wurde im Buchholzer Schulausschuss teilweise leidenschaftlich und kontrovers über die Ausgestaltung des geplanten Kunstrasenplatzes an der Grundschule Steinbeck diskutiert, am Ende stand ein Kompromiss, mit dem wahrscheinlich alle leben können: Der Platz wird nicht in der geplanten, großen Variante umgesetzt, sondern in abgespeckter Version nach Mindeststandard. Die Baukosten reduzieren sich von 632.000 auf rund 370.000 Euro. Die AG Buchholzer Sportvereine hofft, dass das eingesparte Geld für den Bau eines weiteren, großen Kunstrasenplatzes verwendet wird. Über einen Standort hierfür wird seit langem nachgedacht. Viele halten ein Areal im Sportzentrum am Holzweg für geeignetsten - entweder dies- oder jenseits der Bendestorfer Straße.
Die lange Diskussion im Schulausschuss war vor allem dem Irrglauben der Lokalpolitiker geschuldet, die AG Buchholzer Sportvereine brauche den neuen Kunstrasenplatz auf dem jetzigen Bolzplatz am Kattenberge dringend für den Punktspielbetrieb für Jugend-Fußballmannschaften sowie für den Trainingsbetrieb. So hatte es im Ursprungsantrag gestanden. Nach kurzer Beratung mit den anwesenden Vereinsvorsitzenden des TSV Buchholz 08, des SV Trelde, des SV Holm-Seppensen und des Buchholzer FC erklärte Norbert Vietheer, Vorsitzender der AG Buchholzer Sportvereine, dass der Platz nicht für Punktspiele gebraucht werde. Man wolle ihn aber zu Trainingszwecken nutzen.
Damit war der Weg frei für die "kleine" Lösung. Diese sieht nun den Bau eines kleinen Kunstrasenfelds auf dem jetzigen Ackerplatz mit einer Nettospielfläche von 35 x 55 Metern vor. Daneben werden die bestehende Laufbahn sowie die Sprunggrube ertüchtigt. Die Laufbahn soll direkt an das Spielfeld heranrücken, auch das mindert die Kosten. Der Platz soll später vor allem für den Grundschulsport, für Freizeitsportler wie die Hobby-Fußballgruppe "Steinbecker Ackerjungs" und für Aktivitäten der Bürger genutzt werden. Damit auch Sportvereine den Neubau für ihr Training verwenden können, wird eine Beleuchtung eingeplant, die dem Mindeststandard entspricht.
Die Köhlerhütte am Nordende des Bolzplatzes muss versetzt werden, weil sie derzeit zu dicht an der B75 platziert ist. Wahrscheinlich wird die Verwaltung dem Antrag des Steinbecker Ortsrats folgen, die beliebte Freizeiteinrichtung samt Boulebahn an die Nordost-Ecke des neuen Platzes zu verlegen.
"Wir können mit der jetzt gefundenen Lösung sehr gut leben", sagte Olaf Schmidt von den "Steinbecker Ackerjungs" nach der Sitzung. Die seit mehr als 25 Jahren bestehende Gruppe hatte befürchtet, künftig keine Zeiten auf dem neuen Kunstrasenplatz zu erhalten. Als Gewinner sieht sich auch der scheidende Ortsbürgermeister Kurt Hölzer, der in Vorgesprächen auf einen weitgehenden Erhalt des Grüns am Sportplatz gedrungen hatte. Das geschieht nun.