Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Volker Kauder: "Wir müssen die Religionsfreiheit verteidigen"

Volker Kauder gab in Buchholz den engagierten Verteidiger der Religionsfreiheit
os. Buchholz. "Wir müssen die Religionsfreiheit verteidigen, wo immer sie bedroht ist. Sie ist eines der zentralen Menschenrechte." Das sagte Volker Kauder (63), Vorsitzender der CDU-Bundestagsfraktion, am Dienstag im Buchholzer Veranstaltungszentrum Empore. Über 200 Gäste kamen zu dem Vortrag "Verfolgte Christen - Einsatz für die Religionsfreiheit". Eingeladen hatte Michael Grosse-Brömer, Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Direktkandidat im Wahlkreis Harburg.
Für eine pluralistische Gesellschaft sei die Religionsfreiheit unabdingbar, betonte Kauder. Dabei sei die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Religion unwichtig. "Man begibt sich in gefährliches Fahrwasser, wenn man den Eintritt für Religionsfreiheit mit einer inhaltlichen Diskussion verbindet", sagte Kauder. Er forderte alle Bürger auf, sich zu wehren, wenn eine Religion verunglimpft wird.
Kauder berichtete von seinen zahllosen Reisen in Länder, in denen Christen verfolgt werden. Derzeit seien weltweit rund 100 Millionen Gläubige betroffen. Am gefährdetsten seien Christen in Nordkorea, gefolgt von Saudi-Arabien. "Dort ist es schon strafbar, eine Bibel zu besitzen", berichtete Kauder. Dass sich Saudi-Arabien derzeit als Schutzpatron für Ägypten gebärde, mache ihm Sorgen. "Auf der anderen Seite sorgt Saudi-Arabien für Stabilität im Nahen Osten", so Kauder.
Er rief dazu auf, in den aktuellen Krisenherden Ägypten und Syrien den Christen zur Seite zu springen. Die Öffentlichmachung von Verfolgungen sei dafür ein geeignetes Mittel. Kauder warnte davor, Christen in Ägypten mit Geld zu unterstützen. "Es wäre fatal, wenn der Eindruck entstünde, dass nur Christen durch Zahlungen aus dem Westen und den USA gefördert werden", so Kauder. Stattdessen müsse in Ägypten schnellstmöglich ein Verfassungsprozess in Gang gebracht werden.
Auch beim eventuellen EU-Beitritt der Türkei soll die Religionsfreiheit eine gewichtige Rolle spielen. "So wie Muslime in Deutschland Moscheen bauen dürfen, erwarte ich, dass Christen in der Türkei Kirchen bauen dürfen", forderte Kauder unter dem Beifall der Zuhörer.
Nur einmal wurde Kauder in Buchholz zum Wahlkämpfer: Die CDU sei die einzige Partei, die sich für die Religionsfreiheit einsetze. Das sei auch eine wichtige Botschaft vor der Bundestagswahl am 22. September...