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Ernährungstipp: Brombeeren - saftig, süß und so gesund

Diplom-Oecotrophologin (FH) Karin Maring (Foto: FLMK)
(nw/tw). Karin Maring (60), Ernährungsexpertin im Freilichtmuseum am Kiekeberg (Ehestorf/ Landkreis Harburg), gibt in lockerer Reihenfolge für WOCHENBLATT-Leser einen Ernährungstipp. Die Diplom-Oecotrophologin (FH) aus Hamburg berät ehrenamtlich im Freilichtmuseum die Besucher und Mitarbeiter rund um gesundes und leckeres Essen.
Ihr Ernährungstipp - Brombeeren: Ein Spaziergang im Herbst kann ergiebig sein: An Waldrändern warten an widerspenstigen Dornensträuchern herrlich blau-schwarze, saftige Brombeerfrüchte auf das Abernten. Botanisch korrekt werden sie als Sammelsteinfrüchte bezeichnet. Beim Kauen sind die kleinen Steine, die sich in jeder Einzelbeere befinden, spürbar. Waldbrombeeren können von unterschiedlichen Parasiten befallen sein. Deswegen sind Früchte von bodenfernen Zweigen zu bevorzugen. Zusätzlich sollten die Beeren gewaschen und erhitzt verarbeitet werden. Gartenbesitzer lieben stachellose Zuchtformen mit größeren, süßen Früchten.
Brombeeren enthalten wertvolle Vitamine und Mineralstoffe wie Provitamin A und Kalium. Können die empfindlichen Früchte nicht sofort verbraucht werden, lassen sie sich durch Tiefkühlen konservieren. Tee aus den getrockneten Brombeerblättern ist aufgrund des Gerbstoffgehaltes zum Gurgeln bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum empfehlenswert. Die schleimlösende und heilende Wirkung erkannte ein griechischer Arzt bereits im 1. Jahrhundert. Das aromatische Obst eignet sich prima zur Zubereitung von Gelees, als Kuchenbelag und als Zutat für farbintensiven Likör.
• Rezept-Tipp - Fruchtsauce für Eis und Quarkspeisen: 250 Gramm Brombeeren mit einem Eßlöffel Wasser und etwa zwei Eßlöffeln Zucker in einem Topf mit Deckel zum Kochen bringen, ausschalten und abgekühlt durch ein Sieb drücken. Das Fruchtpüree hält sich gekühlt im Schraubglas einige Tage oder lässt sich einfrieren. Guten Appetit!