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"Unser Gehirn lernt immer" - Jahresempfang der Sparkasse Harburg-Buxtehude

 
Heinz Lüers, Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Harburg-Buxtehude, begrüßte die rund 550 Gäste auf dem Neujahrsempfang
(ah). Die Sparkasse Harburg-Buxtehude lud am Donnerstagabend zu ihrem renommierten Jahresempfang in das Privathotel Lindtner nach Hamburg ein. Circa 550 Gäste aus Wirtschaft, Politik, Vereinen und Institutionen versammelten sich, um dem Vortrag von Professor Dr. Manfred Spitzer, ärztlicher Direktor des psychiatrischen Universitätsklinikum Ulm und führender Hirnforscher im deutschsprachigen Raum, zu hören. Sein Thema lautete: "Digitale Demenz im Zeitalter neuer Medien".
Der Autor der erfolgreichen TV-Serie "Geist & Gehirn" ist vehementer Gegner der Pläne von Politik und Industrie, alle Schüler mit Laptops auszustatten. Mit Bezug auf aktuelle statistische Mediennutzungsdaten von Schülern in Deutschland warnt Manfred Spitzer vor dem zunehmenden Konsum elektronischer Medien durch Kinder und Jugendliche. Dieses führe nur zu sehr oberflächlicher Beschäftigung mit Informationen und ginge zu Lasten des eigenen, aktiv tätigen Lernens. Wie ein Muskel werde das Gehirn nur dann trainiert, wenn man es wirklich fordere, lautet seine These. "Unser Gehirn lernt immer - wir müssen es nur nutzen!", so Manfred Spitzer.
Er wies auch darauf hin, dass die Wissensbeschaffung per Internet keine Lernfähigkeit bringe. Das Wissen werde nicht dem Gehirn antrainiert, sondern nur mit den Kommunikationsmitteln abgerufen. Lernen müsse mit Haptik zu tun haben. Man müsse im Leben durch wiederholte Tätigkeiten lernen, Bücher lesen, Experimente durchführen und durch diese Erfahrungen lernen.
Für seine Ausführungen erhielt Prof. Dr. Manfred Spitzer viel Applaus.

In seiner Einführungsrede blickte Heinz Lüers, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Harburg-Buxtehude, auf das Geschäftsjahr 2015 zurück. Trotz der erstmals seit neun Jahren erfolgten Leitzins-Erhöhung in den USA sei ein Ende der historisch niedrigen Zinsen in Europa nicht absehbar. "Daher bin ich sehr zufrieden, dass wir es im vergangenen Jahr geschafft haben, entgegen dem Trend den Zinsüberschuss deutlich zu steigern", so Heinz Lüers. "Wir haben im Vergleich zum Vorjahr sowohl das Kundenkreditvolumen um zwei Prozent als auch die Kundeneinlagen um vier Prozent steigern können. Beim Provisionsergebnis konnten wir eine Steigerung um rund fünf Prozent erreichen. Das ist im umkämpften Hamburger Markt eine herausragende Entwicklung, die wir in den kommenden Jahren konsequent fortsetzen werden", sagte Heinz Lüers weiter.
Auch auf die unzureichende Verfügbarkeit von bezahlbarem Wohnraum ging der Vorstandsvorsitzende ein. Allein im Landkreis Harburg fehlten 2.500 bis 3.000 Wohnungen. Heinz Lüers sandte eine klare Botschaft an Landrat Rainer Rempe:
"Wir, die Sparkasse Harburg-Buxtehude, stellen uns unserer gesellschaftlichen Verantwortung. Wir sagen Ihnen unsere volle Unterstützung auf der Suche nach einer Lösung zu, um zeitnah und effektiv Abhilfe zu schaffen."

Heinz Lüers schlug dann den Bogen zum Thema des Abends, ging auf die ständige Verbesserung des Online-Angebots und den Wandel zu einer digitalen Bank ein. Der von ihm repräsentierten Sparkasse Harburg-Buxtehude seien drei Punkte wichtig: "Erstens muss sich der digitale Wandel ganzheitlich vollziehen. Das heißt, er wirkt auf unsere gesamte interne und externe Kommunikation und die damit verbundenen Prozesse. Zweitens realisieren wir jede digitale Neuerung nur, wenn sie Vorteile für unsere Kunden mit sich bringt. Und drittens ist entscheidend, dass die Veränderungen zum Geschäftsmodell unserer Sparkasse passt. Dazu gehört, dass wir uns unserer eigenen Stärken bewusst sund und diese bewahren. Dazu gehöre die kompetente Beratung vor Ort"
Heinz Lüers empfand auch Unverständnis für die verpasste Olympia-Chance der Freien und Hansestadt Hamburg. Denn nur, wer etwas wagt und Initiative zeigt, bringe etwas voran, war sein Resümee.