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Kein Happy-End in Sicht: Zwei Jahre ohne Telekom-Anschluss

Sind auf eine Funknetzverbindung angewiesen: Judith Bäron und Uwe Hoyer (Foto: tk)

Telekom lehnt Zuständigkeit ab / "Das ist nicht zielführend"

tk. Buxtehude. Für Judith Bäron und Uwe Hoyer wird es wohl kein Happy-End geben. Die Telekom bleibt dabei: Dass die beiden seit zwei Jahren keine Telefon- und Internetverbindung haben, sei kein Telekom-Problem.
Das WOCHENBLATT hatte über das Paar, das zwischen Buxtehude und Rübke wohnt, berichtet. Vor zwei Jahren wurden im Zuge der A26-Bauarbeiten die letzten 400 Meter Telefonleitung auf Masten zu ihrem Haus abgesägt. Seitdem müssen sie sich mit einer nur schlecht funktionierenden - und dazu noch teuren - Funkverbindung begnügen.



Die Redaktion hatte noch einmal bei der Telekom-Pressestelle nachgefragt: Gibt es eine Lösung? "Sie haben von der Kollegin eine klare Antwort erhalten", schreibt Sprecher Markus Jodl. Weil Uwe Hoyer und Judith Bäron keine Kunden bei der Telekom sind, sei die auch nicht zuständig, lautet zusammengefasst die Sicht des Telekommunikations-Giganten. Anders - und direkter - formuliert: Pech gehabt, ist uns egal. Dabei sieht Judith Bärons Anbieter Vodafone ganz klar die Telekom in der Pflicht, die schließlich auch vorher die Leitung betrieben habe. Außerhalb der Telekom-Pressestelle sieht man die Verantwortung für die abgesägte Leitung offenbar auch anders: Vier Mal waren bereits Telekom-Mitarbeiter binnen zwei Jahren bei Uwe Hoyer, um festzustellen, dass die Leitung fehlt.

Was zudem interessant ist: Bei der ersten Recherche meldete sich nach der Anfrage in der Telekom-Pressestelle unangefragt ein "Vorstands-Sekretariat". Die nette Dame versprach einen Anruf bei Judith Bäron und einen Rückruf in der Redaktion. Sie wolle nach einer Problemlösung suchen. Weder das eine, noch das andere erfolgte. Pressesprecher Jodl mutmaßt, dass die Redaktion das Sekretariat angeschrieben habe. "Das ist aber nicht zielführend, weil nur Kollegen aus dem Service-Team Kundenfragen lösen können", belehrt er das WOCHENBLATT. Soll das Wort "Vorstands-Sekretariat den Fragenden mutmaßen lassen, dass sein Anliegen jetzt auf ganz hoher Ebene angekommen sei und ernst genommen werde.