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Schiff der Buxtehuder Reederei NSB rettet 248 afrikanische Flüchtlinge aus Seenot

Alle Flüchtlinge wurden sicher an Bord der "MS Buxsailor" gebarcht (Foto: NSB)

tk. Buxtehude Eine Mannschaft der Buxtehuder Reederei NSB hat 248 afrikanische Flüchtlinge aus Seenot gerettet. Das Containerschiff MS Buxsailor unter dem Kommando des philippinischen Kapitäns Randy Mabghuhos hat die Menschen in Lebensgefahr in der Nacht zum Dienstag im Lybischen Meer an Bord genommen.

Die Buxsailor war auf dem Weg von Tripolis (Libyen) nach Gioia Tauro in Italien. Die Seenotleitstelle Malta meldete das Unglück. Die Buxsailor nahm sofort Kurs auf das gekenterte Flüchtlingsboot. In drei Stunden war sie vor Ort.
Alle Flüchtlinge konnte gerettet werden. Es handelt sich vermutlich um Menschen aus Eritrea. Sie waren mit einem offenen, kleinen Fischerboot unterwegs. Von den 284 Menschen sind fünf Kinder. Alle sind nach Angaben der Reederei wohlauf.
Die Buxsailor befindet sich nach dem erfolgreichen Abschluss der Rettungsaktion wieder auf ihrem ursprünglichen Kurs nach Italien. Am Mittwochmittag soll das Schiff seinen Zielhafen in Gioia Tauro erreichen. Dort sollen die Flüchtlinge von Bord gehen.
Die Situation ist für Besatzung und Gerettete schwierig. Die MS Buxsailor ist normalerweise nur mit einer Besatzung von 17 Menschen unterwegs. Dementsprechend knapp sei etwa der Proviant. "Die Besatzung leistet alles, um die Flüchtlinge so gut wie möglich zu versorgen", sagt NSB-Sprecherin Bettina Wiebe.
Es ist nicht das erste Mal, dass Schiffe der Buxtehuder Reederei Flüchtlinge aus Seenot retten. Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre haben Schiffe der NSB in vielen Fällen Menschen aus Vietnam, die so genannten Boatpeople gerettet. Zu einigen, sagt Wiebe, bestehe noch heute enger Kontakt. "Eine gute Seemannschaft hilft immer", sagt die Unternehmenssprecherin. "Menschenleben zu retten steht im Vordergrund."