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Streicheln tut gut: Glücklicher im Büro mit Hund?

Samson begleitet sein Herrchen Christian Au fast täglich in die Kanzlei

tk. Buxtehude. Hunde zu streicheln macht glücklich. Wer tagsüber im Büro oder in der Firma über das rassetypische borstige oder seidenweiche Fell seines Vierbeiners fährt, macht sich und seine Kollegen zufriedener und sorgt damit für ein "entspanntes und gutes Betriebsklima", so der Deutsche Tierschutzbund. Daher gibt es bereits zum siebten Mal am Donnerstag, 26. Juni, den Aktionstag "Kollege Hund". Fiffi und Co. dürfen einen Tag mit an den Arbeitsplatz. Die Reaktion fast aller Unternehmen, die das WOCHENBLATT auf die Aktion des Tierschutzbundes angesprochen hat: "Bei uns geht das nicht."

Bei Airbus in Finkenwerder gibt es einen einzigen Hund. Der ist angestellt und begleitet den Vogelschutzbeauftragten. Weder Dackel noch Schäferhund haben in Produktion oder Büros etwas zu suchen.

Gleiches gilt für Unilever in Buxtehude. Das Unternehmen tut zwar viel für das Wohlbefinden seiner Mitarbeiter, etwa im firmeneigenen Fitnesscenter, die tierische Begleitung für einen Tag gehört jedoch nicht dazu. In der Produktion gehe das nicht und was den einen verboten werde, können anderen nicht erlaubt sein, so die Erklärung für die hundefreie Zone auch am Aktionstag.

Im Gebäude der Polizeiinspektion Stade arbeiten viele Menschen, Hunde als nette Begleiter gibt es nicht. Die Vierbeiner, die man dort trifft, sind offizielle Mitarbeiter - sprich Polizeihunde - also besser nicht streicheln!

Im Elbe Klinikum haben Hunde ebenfalls nichts verloren. Und auch das Landgericht ist eine hundefreie Zone. In die Buxtehuder Stadtverwaltung darf zum "Kollege-Hund"-Tag auch kein Hund mit. Aber: Im Bürgerbüro soll es schon mal eine Schildkröte als Verwaltungstier gegeben haben.

Angesichts der vielen Absagen fragt sich: wo kommen die 1.000 Unternehmen her, die nach Angaben des Deutschen Tierschutzbundes 2013 beim "Kollegen Hund" mitgemacht haben? Um dieser Geschichte doch noch mit einem tierischen Happy End zu verhelfen, hat das WOCHENBLATT einen Bürohund besucht - einen ganz großen noch dazu. "Samson" begleitet sein Herrchen Christian Au, Fachanwalt für Sozialrecht, fast jeden Tag in seine Kanzlei an der Bahnhofstraße in Buxtehude. "Ich sage neuen Mandanten immer: Achtung, vor der Tür liegt ein kleiner Hund", so Au über das Miteinander von Besuchern und Vierbeiner.

• Wer beim "Kollegen Hund"-Tag mitmachen will - ein paar Tipps von Tierexperten: Gassigehen fällt nicht unter die Arbeitszeit, die Chefs sollten dem Hundebesuch vorher zustimmen und gehorchen muss Waldi unbedingt. Pro Büro sollte nur ein Hund mitkommen, sonst könnte es zu Revierkämpfen kommen. Und vorher mit den Kollegen reden: Wenn die Angst vor Hunden haben, wird es nicht so entspannt, auch wenn Ihr Begleiter auf vier Pfoten nur ein Streichelmonster ist.