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Wird A26 doch in beide Richtungen geöffnet?

Landrat Michael Roesberg ist gegen die "A26-light-Lösung" (Foto: archiv)
bc. Jork. Die "A26-light"-Lösung ist ein echtes Aufreger-Thema bei den Bürgern im Landkreis. Nach (noch immer) aktueller Planung des Landesbehörde für Straßenbau in Stade soll die Ende November bis Jork fertiggestellte Autobahn nur für Pkw in Richtung Stade freigegeben werden. Die andere Seite würde zur Geisterfahrbahn mutieren, bis die A26 nach Neu Wulmstorf (2019) weitergebaut ist.

Die zunehmenden Anwohnerproteste, vor allem im Alten Land, haben Kreisverwaltung und Landrat Michael Roesberg jetzt offensichtlich dazu bewogen, bei der Landesbehörde noch einmal nachzuhaken. Und siehe da: Plötzlich scheint es doch möglich zu sein, die Autobahn schon in diesem Jahr für Pkw bis nach Jork zu öffnen. "Es besteht Gesprächsbereitschaft", sagt Roesberg dem WOCHENBLATT.

"Man kann den Menschen ja schwer erklären, dass eine fertige Autobahn rein aus formaljuristischen Gründen vier oder fünf Jahre lang geschlossen bleibt. Das sagt einem schon der gesunde Menschenverstand", wird der Landrat deutlich. In enger Absprache zwischen Kreis, Buxtehuder Straßenbaubehörde und dem Land soll bis Ende der Sommerferien nach Lösungen gesucht werden.

Und was ist mit dem befürchteten Verkehrschaos in Neukloster? Roesberg: "Ein Verkehrsplaner muss die Situation vor Ort begutachten." Es gebe Möglichkeiten über abbiegende Vorfahrten und moderne Ampelschaltungen, einem Stau auf der K26 vorzubeugen.

Ziel sei es laut Roesberg aber immer noch, Lkw weiter in Horneburg abfahren zu lassen: "Wir wollen den Schwerlastverkehr möglichst aus dem Alten Land heraushalten und auf die Bundesstraße 73 führen."