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Christian Lindner: "Der Bildungsföderalismus in Deutschland muss aufhören"

FDP-Chef und Spitzenkandidat Christian Lindner fordert eine Art Europüa-FBI und Terror effetkiv zu bekämpfen (Foto: tk)

tk. Buxtehude. FDP-Chef Christian Lindner hält keine trockenen Wahlkampfreden. Er talkt mit geschliffener Rhetorik und Witz: "Ich schwöre einen heiligen Eid, dass wir wieder Fehler machen, wenn wir im Bundestag sind. Wir werden aber schneller daraus lernen." Lindner war am Freitag als prominenter Unterstützter für den FDP-Bundestagskandidaten André Grote nach Buxtehude ins BMW-Autohaus Stadac gekommen.


Er griff die großen Politthemen der vergangenen zwei Wochen für einen Ritt aus liberaler Sicht auf. Stichwort Diesel: "Wer betrogen wurde, muss entschädigt werden." Von einem zeitlich definierten Dieselabgesang hält Lindner aber nichts. "Machen wir nicht die Fehler der Energiewende." E-Mobilität als einzige Option ist ihm zu wenig: "Vertrauen wir den vielen Fachleuten und nicht den wenigen am grünen Tisch", setzt er auf Innovationsgeist made in Germany.

Stichwort Terrorangst: "Wir müssen unsere Freiheit verteidigen." Nach dem Anschlag in Barcelona habe ihn die Reaktion der Menschen tief beeindruckt. "Sie haben sich nicht einschüchtern lassen." Lindner fordert eine bessere, eine europäische Sicherheitsarchitektur. "Wir brauchen ein Europa-FBI."

Der Parteichef, auf den der FDP-Wahlkampf zugeschnitten ist, will die Liberalen vom Image der Freiberufler- und Besserverdiener-Partei befreien. Stichwort Gerechtigkeit: "Jeder Mensch hat ein Talent." Das müsse gefördert werden. Für ihn sei der desolate Zustand vieler Schulen und Hochschulen Ausdruck dafür, wie wenig Deutschland Talente fördere. "Der Bildungsföderalismus muss aufhören."

Vor Lindner warb André Grote um Vertrauen und Erststimme. "Ich bin in der Politik, weil ich vom Sofa nichts gestalten kann." Seine Kernpunkte: Den Mittelstand fördern und entlasten, denn das schafft Jobs und sichert damit auch die sozialen Systeme. Mehr Steuergerechtigkeit: Auch Google, Amazon und Co. müssten hier Steuern bezahlen." Außerdem muss die Straßenausbau-Beitragssatzung weg. Mit Blick in die Nachbarstadt Stade "unbedingt auch dort", forderte Grote.

Ein WOCHENBLATT-Interview mit Christian Lindner lesen sie hier