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Kommt mein Bus pünktlich?

Verkehrsminister Olaf Lies übergibt bei der KVG Stade einen Förderbescheid in Höhe von 2,33 Mio. Euro (Foto: KVG)
Per Handy oder an der Haltestelle: Land fördert Echtzeitinformationssystem für Bus-Fahrgäste

(bc). Das digitale Zeitalter geht auch am Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) nicht spurlos vorbei. Für viele Fahrgäste ist es heute selbstverständlich, dass sie vor und während der Busfahrt aktuelle Informationen zu Verspätungen und Anschlüssen erhalten. Jetzt soll auch in den Landkreisen Stade, Harburg und Lüneburg ein Echtzeit-Informationssystem installiert werden.
Am Dienstag übergab Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) beim Bus-Unternehmen KVG Stade einen Förderbescheid in Höhe von 2,33 Millionen Euro. Künftig sollen die Passagiere per Handy-App oder auf Displays an ausgewählten Haltestellen informiert werden, ob ein Bus pünktlich kommt oder nicht.
„Gerade in einer Region, in der die Busse nicht in einem so dichten Takt fahren können wie in Hamburg, ist es für die Fahrgäste wichtig, verlässliche Informationen über die Betriebslage zu haben, um so entsprechend reagieren zu können und vor allem Anschlüsse, zum Beispiel beim Umstieg von der Bahn zum Bus, sichern zu können“, so Michael Fastert, Geschäftsführer der KVG Stade. Die Umsetzung soll Ende 2018 abgeschlossen sein.
Zum einen soll ein neues Betriebsleitsystem beschafft werden. Darüber hinaus wird das Abrechnungssystem modernisiert und alle Busse - insgesamt 495 Fahrzeuge - werden mit neuen Bordrechnern ausgestattet, die sowohl herkömmliche Fahrscheine wie auch elektronische Tickets verkaufen können und in Echtzeit die Betriebslage des Fahrzeugs an die Zentrale melden.
In einem separaten Teilprojekt, das von allen drei Landkreisen betreut wird, sollen ergänzend stationäre Fahrgastinformationsanzeigen an wichtigen Bushaltestellen errichtet werden, um auch die Fahrgästen, die nicht über ein Smartphone verfügen, in Echtzeit über die Abfahrtszeiten der Busse informieren zu können. Solche Anzeigen sind z. B. für die Bahnhöfe in Buxtehude und Stade, aber auch in Neu Wulmstorf geplant.
Alles zusammen kostet 3,2 Millionen Euro. Die Differenz zwischen Fördersumme und Gesamtkosten bezahlen KVG und die Landkreise. Insgesamt sind in den vergangenen Jahren bzw. werden aktuell rund 39,5 Mio. Euro Fördermittel des Landes für entsprechende Investitionsprojekte mit einem Gesamtvolumen von 58 Millionen Euro bereitgestellt worden.
Der KVG-Konzern ist mit Abstand größter Anbieter von Busverkehrsleistungen in den drei Landkreisen. Darüber hinaus gibt es aber noch verschiedene kleinere Unternehmen, die eigene Verkehre betreiben. Um eine flächendeckend einheitliche Echtzeitauskunft zu realisieren, sind diese Unternehmen Partner im Echtzeitprojekt, das zentral von der KVG gesteuert wird.