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"Negativ-Diskussion schadet dem Wirtschaftsstandort Buxtehude"

Katja Oldenburg-Schmidt: "Kleine und mittlere Unternehmen in den Fokus nehmen" Foto: tk
Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt zum Aus von Pioneer

tk. Buxtehude. Mit dem Rückzug der Firma Pioneer (das WOCHENBLATT berichtete) beendet das vierte Unternehmen seit Jahresbeginn seine Tätigkeiten in Buxtehude. Bacardi und Pioneer sowie Crane (früher NRI) schließen ihre Standorte und Lintec geht in die Insolvenz. Das bedeutet: ungefähr 250 Jobs weniger in der Hansestadt. Diese schlechten Nachrichten kamen seit Januar Schlag auf Schlag. Nach dem Bacardi-Aus begann eine politische Debatte, wie und ob sich die Wirtschaftspolitik in Buxtehude neu ausrichten müsse.
"Ich bedauere zutiefst das Ende von Pioneer", sagt Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt. In diesem Fall habe die Stadt, genauso wie bei Bacardi, keine Chance, Unternehmensentscheidungen zu beeinflussen. "Es wäre naiv, das zu glauben", so Oldenburg-Schmidt. Global Player wie die Pioneer-Mutter DowDuPont rufen nicht im Stadthaus an, um über die Zukunft eines Standorts zu verhandeln. Dass es im Fall von Pioneer gar keinen Kontakt im Vorfeld gab, bedauert die Bürgermeisterin. Dies zeige, dass es keine große Verbundenheit mehr mit dem Standort Buxtehude gebe. Das sei früher bei Pioneer anders gewesen.
Die Wirtschaftsförderung der Stadt müsse sich nicht komplett neu aufstellen. Das Aus bei Bacardi, Crane und Pioneer sei eine Folge globaler Entscheidungen und kein Buxtehuder Phänomen. Das zeige aber auch: "Wir sollten kleinere und mittlere sowie familiengeführte Unternehmen in den Fokus nehmen", so die Bürgermeisterin.
Was sie ablehnt: Eine Negativdiskussion über den Wirtschaftsstandort Buxtehude. "Das nützt nichts, sondern schadet nur."