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Der "Gründerstar": Mut, Micky Mäuse und Erfolgswille

Erfolgreiche Unternehmesngründer (v.l.): Anna Christian Rau, Andreas Hahn, als Gratulant Landrat Michael Roesberg, Anja Hahn und Gabriela Düker

tk. Buxtehude. Sie haben Ideen, Mut, ein klares Konzept und den Willen zum Erfolg: Gabriela Düker, Anja und Andreas Hahn sowie Christina Rau sind die Preisträger des "Gründerstar 2014". Damit werden Existenzgründungen im Landkreis Stade belohnt, die sich durch Innovationskraft auszeichnen.

Die Unternehmensgründer sind "Vorbilder", lobte Landrat Michael Roesberg, der die Auszeichnungen kürzlich im Kulturforum in Buxtehude überreichte. Und sie stemmen sich gegen einem Negativ-Trend: Die Zahl der Unternehmensgründungen im nimmt ab. Im Jahr 2013 ging sie im Landkreis Stade etwa um 3,6 Prozent zurück. So standen 1.043 Abmeldungen nur 1.194 Gewerbeanmeldungen gegenüber. Bei rund 82 Millionen Deutschen sind insgesamt 340.000 Gründungen 2013 eine kleine Größe.

Ein gutes Beispiel dafür, dass sich unternehmerisches Engagement lohnt, ist die Innenarchitektin Gabriela Düker aus Stade. Ihr ganzheitliches Konzept der Raumplanung ihrer Firma "mioio" bekam den Hauptpreis für den besten Businessplan. "Ich hatte die Idee und die richtigen Partner an meiner Seite", sagte sie.

Was auffällt: Nur 28 Prozent der Existenzgründer in Deutschland sind Frauen. Bei den Bewerbungen für den "Gründerstar" sind aber 75 Prozent Unternehmerinnen. Es verwundert daher nicht, dass auch Micky Mäuse auf BHs mit dem Sprung in die Selbstständigkeit zu tun haben: Anna Christian Rau hat eine Top-Ausbildung: Sie hat Medientechnologie studiert, hat Berufs- und Auslandserfahrung und lebt mit ihrer Familie in Horneburg. Wie lassen sich Job und Familie vereinbaren?

Die Erfahrung, dass Frauen in Deutschland mit Körbchengröße A oder kleiner immer in die Kinderabteilung geschickt werden, brachte sie auf ihre Idee: "Wer will als Frau schon Micky Mäuse rechts und links auf dem BH haben". Sie gründete den Online-Handel "Kleine Körbchen" und bekam dafür den Gründerpreis Familienvereinbarkeit.
Gemeinsam loben die IHK Stade, die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade sowie die Wirtschaftsförderer der Städte Stade und Buxtehude und des Landkreises Stade diesen Preis aus. Gründermut, Innovationen und Erfolgswille werden belohnt.

So wie bei Anja und Andreas Hahn aus Wischhafen. Sie setzen auf den Trend zum "urban gardening" und haben den "Garten im Glas" entwickelt. Ein Kräutertopf, der selbst auf der kleinsten Fensterbank noch genussvolles gärtnern erlaubt. "Langfristig soll das über das Internet vertrieben werden", sagen die beiden (Infos unter www.plant-art.de). Für die gelernte Erzieherin Anja Hahn ist das ihr Job-Standbein für die Zukunft. Das Ehepaar bekam den Sonderpreis Nebenerwerb beim Gründerstar-Wettbewerb.

Die Hauptpreisträgerin Gabriela Düker war als Architektur-Beraterin und Innenarchitektin bereits in Spanien selbstständig. Jetzt lebt sie in Stade und will mit ihrer ganzheitlichen Betrachtung von Büros und Wohnungen, von Farb-, über Raum-, bis Lichtplanung mit ihrem Unternehmen "mioio" überzeugen.
Sie war die erste Existenzgründerin, die die neue Kreditform "Mikrokredit" der landeseigenen N-Bank in Anspruch genommen hatte. Für spezielle Software und Rechner war eine hohe Investition notwendig. Mit der Kreditzusage war der Erfolg beinahe programmiert: Denn gefördert wird nach gründlicher Prüfung nur, was tatsächlich Erfolg verspricht.

Neben der Verleihung der Gründerstar-Preise war das Gründungsforum ein Netzwerktreffen, bei dem Unternehmerinnen und Unternehmer in spe kompetente Ansprechpartner fanden. "Kreißsaal für Gründungen", nannte Landrat Roesberg die Veranstaltung.

Wer über eine Existenzgründung nachdenkt, das Gründungsforum versäumt hat: Das WOCHENBLATT hat bei der IHK Stade die drei wichtigsten Tipps für Gründer nachgefragt.

Nehmen Sie Kontakt mit der örtlichen IHK auf, lassen Sie sich beraten und besuchen Sie
Gründungsveranstaltungen.

Treffen Sie Ihre endgültige Entscheidung zur Existenzgründung erst, wenn der Businessplan erstellt und geprüft ist.

Informieren Sie sich über öffentliche Fördermittel und beantragen Sie diese rechtzeitig.