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Unternehmensansiedlung in Buxtehude: "Qualität geht vor Schnelligkeit"

Wirtschaftsförderin Kerstin Maack (Foto: Hansestadt Buxtehude)
Bürgermeisterin und Wirtschaftsförderin zum abgelehnten Ansiedlungsinteresse eines Tiefkühlunternehmens

tk. Buxtehude. In Buxtehude werde keinem ansiedlungswilligen Unternehmen die Tür vor der Nase zugeschlagen, sagen Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt und Wirtschaftsförderin Kerstin Maack. Sie reagieren auf den WOCHENBLATT-Artikel vom vergangenen Mittwoch. Ein Unternehmen aus der Tiefkühlbranche wollte ins Gewerbegebiet Ovelgönne, soll nach dem Willen von Politik und Verwaltung dort aber nicht hin. "Jeder Entscheidung liegt immer eine sehr genaue Einzelfallprüfung zugrunde", so Maack. Mit jedem Unternehmen werden ausführliche Gespräche geführt.



Wenn eine Firma Interesse am Standort Buxtehude habe, werde der Ansiedlungswunsch unter drei Kriterien betrachtet: Zum einen wirtschaftliche Daten und Grundlagen. Ist die Firma inhabergeführt, wie sehen Perspektiven aus, um welche Branche handelt es sich? Zweitens Personalstruktur und die Qualität der Jobs. Dabei geht es auch darum, ob ausgebildet wird. Und drittens die Ökobilanz. Was ist mit Lärm, Verkehren und der Infrastrukturbelastung? Die Architektur spiele auch eine Rolle. Etwa dadurch, dass es im Bebauungsplan Vorgaben gebe. "Am Ende steht die politische Abwägung", sagt Kerstin Maack.

Nicht jedes Ansinnen könne daher verwirklicht werden, so Oldenburg-Schmnidt und Kerstin Maack. "Wir stellen uns aber immer die Frage, ob dem Wunsch an anderer Stelle entsprochen werden kann", sagt die Bürgermeisterin. Ob es im Fall des Tiefkühl-Unternehmens eine Standortalternative gebe, sei derzeit noch nicht klar. Angesichts der Kritik an der Ablehnung sagt Katja Oldenburg-Schmidt: "Qualität geht vor Schnelligkeit."

• Insgesamt verfügt Buxtehude noch über genügend freie Flächen für Unternehmen. 20 Hektar für Gewerbe stehen derzeit in Ovelgönne, Hedendorf und am Alten Postweg zur Verfügung. Von den elf Hektar in Ovelgönne sind drei vermarktet.
Mittelfristig, so Oldenburg-Schmidt, könne ein weiteres Gewerbegebiet an der Apensener Straße entwickelt werden. Auf der gegenüberliegenden Seite gibt es schon seit Jahren Gewerbeflächen. "Das ist eine Aufgabe für den neuen Rat", so die Bürgermeisterin.