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Die alte Karte soll in den Schrank

Wo heute Eckart Brandts Boomgardenpark in Helmste steht, war zuvor ein Acker. Eine Änderung des Flächennutzungsplans war erforderlich

Samtgemeinde Fredenbeck arbeitet an einem neuen, digitalen Flächennutzungsplan


sb. Fredenbeck. Neubaugebiete, Gewerbeansiedlung, Windparks, Schutzgebiete: Insgesamt 32 Mal ist der 1996 erstellte Flächennutzungsplan der Samtgemeinde Fredenbeck geändert worden, um ihn an neue Erfordernisse und Entwicklungen anzupassen. Das Ergebnis: eine relativ unübersichtliches Grafiksammlung, bei der selbst alteingesessene Lokalpolitiker und Verwaltungsangestellte zum Teil nur mit Mühe einen Gesamtzusammenhang erkennen können.

Um die Weichen auf Zukunft zu stellen, war es für Samtgemeinde-Bürgermeister Ralf Handelsmann deshalb höchste Zeit, einen neuen Flächennutzungsplan zu erstellen. "Neben den 32 Einzeländerungen kam hinzu, dass der alte Flächennutzungsplan größtenteils nur auf dem Papier vorlag", erklärt der Verwaltungs-Chef. "Für die tägliche Arbeit ist das umständlich." Denn um die XXL-Karten auszubreiten, müssen teilweise mehrere Schreibtische komplett freigeräumt werden. "Zudem sind Zeichnungen immer ein wenig ungenau", erklärt Handelsmann. "Ein mit Hand gesetzter Bleistiftstrich kann bei entsprechendem Maßstab bis zu 50 Meter von der Realität abweichen." Deshalb entschloss sich der Samtgemeiderat dazu, den Flächennutzungsplan nicht nur zu aktualisieren, sondern auch zu digitalisieren.

Mit der Arbeit wurde das Hamburger Planungsbüro Cappel und Kranzhoff beauftragt. Im Vorweg gab es von der Samtgemeinde sowie den Politikern in den Mitgliedsgemeinden Fredenbeck, Deinste und Kutenholz viel Arbeit. So wurde jede Gemeinde beauftragt, den Ist-Stand zu prüfen und planerische Wünsche für die Zukunft zu äußern. Wo besteht noch die Möglichkeit zum Bauen? Wo gilt es, Natur zu bewahren? Welche Flächen sollen reserviert werden, um die dörfliche Infrastruktur zu verbessern?

"Auch für unsere Verwaltung bedeutet die Erstellung des neuen Flächennutzungsplans viel Arbeit", erzählt Ralf Handelsmann. "Denn es gilt, heute zu ermitteln, wie sich die Samtgemeinde entwickeln wird. Bedürfnisse von morgen wie Wohnraum, Kinderbetreuung und Einkaufsmöglichkeiten müssen jetzt ermittelt werden, damit sie in die Planung einfließen können." Insgesamt rechnet der Samtgemeinde-Bürgermeister für die Erstellung des neuen Flächennutzungsplans mit Gesamtkosten im fünfstelligen Bereich. "Genauer lässt sich das zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. Beispielsweise könnten noch Gutachten erforderlich sein, deren Erstellung natürlich Geld kostet."

• Der Umwelt- und Planungsausschuss der Samtgemeinde Fredenbeck befasst sich auf seiner nächsten Sitzung am Montag, 28. November, 18 Uhr im Rathaus, mit der Billigung des neuen Entwurfs. Peter Kranzhoff vom Planungsbüro wird den Ratsleuten den neuen Plan vorstellen.