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Jetzt liegt es wieder an den Schützen

Dirk-Hinrich Meyer und Britta Witte (beide CDU) setzten sich für die Koppelung an den Baukostenindex ein
mum. Jesteburg. Jetzt liegt der Ball wieder bei den Schützen: Am Mittwochabend diskutierte der Jesteburger Gemeinderat zwei Stunden lang über Formulierungen im Vertragswerk, der den Verzicht der Schützen auf ihr Schützenhaus regelt - sogar zwei Sitzungsunterbrechnungen waren notwendig. Nur wenn die Schützen ihre Festhalle aufgeben, kann dort das Unternehmen Famila einen großen Supermarkt bauen.
Strittig waren vor allem zwei Punkte:
Die Schützen befürchten, dass zwischen Vertragsunterschrift und Baubeginn so viel Zeit vergeht, dass die jetzt kalkulierten Kosten überstiegen werden. Aus diesem Grund hatten sie eine Koppelung an den Baukostenindex gewünscht. Tatsächlich bieten die Politiker jetzt folgenden Kompromiss an: Entscheidend ist die Entwicklung des Baukostenindexes zwischen Vertragsunterschrift und B-Plan-Reife. Kommt es in dieser Phase zu einer Kostensteigerung, übernimmt die Gemeinde diese zu 100 Prozent. Eher hypothetisch: Sollten die Kosten geringer ausfallen, zahlt die Gemeinde auch weniger. Die SPD scheiterte mit dem Antrag, die Mehrkosten zwischen Gemeinde und Schützen zu teilen.
Bislang sah der Vertrag außerdem eine Entschädigung für das neue Schützenhaus vor, wenn am Ende der Erbpachtzeit das Grundstück an die Gemeinde zurückgegeben werden muss. Darauf ließ sich die Gemeinde nicht ein. Der Verein hat laut neuem Vertragsentwurf keinen Anspruch auf eine Entschädigung. Allerdings bekommt der Verein das Recht zugesprochen, selbst finanzierte Einbauten auf eigene Kosten zu entfernen. Einen finanziellen Ersatz gibt es nicht.
Gemeindedirektor Hans-Heinrich Höper geht davon aus, dass der neue Vertragsentwurf den Schützen bereits zum Wochenende vorgelegt werden kann. "Wir werden uns dann im Vorstand damit beschäftigen", sagt Schützen-Präsident Torsten Lange. Die endgültige Entscheidung soll auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung fallen. Die Ladungsfrist beträgt zwei Wochen. "Ich habe ein gutes Gefühl, dass wir einer Einigung nahe sind", so Lange.
Wie berichtet, erhalten die Schützen einen Zuschuss in Höhe von 1.287.500 Millionen Euro für den Bau einer neuen Schießsportanlage. Zusätzlich beteiligt sich die Gemeinde mit 240.000 Euro an den Kosten für einen Versammlungsraum innerhalb des neuen Schießstands. Die Verlegung der Straße "Am Alten Moor" wird ebenfalls von der Gemeinde bezahlt. Für den neuen Versammlungsraum (270 Quadratmeter groß) wird der Schützenverein verantwortlich sein.
Interessant: Laut Siegfried Ziegert (SPD) mussten die Schützen noch nie einen Geschäftsbericht vorlegen. "Niemand weiß, ob die sich die Unterhaltungskosten für die neue Festhalle leisten können." SPD und Grüne kündigten an, einen entsprechenden Antrag zu stellen.