Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Erinnerungen an Harsefeld: Belgisches Ehepaar sucht Verwandten / Letzter Kontakt vor mehr als 40 Jahren

Der Deutsche Wilfried Kaiser und die Belgierin Arlette Flaes posieren an der Elbe vor der Kamera. Die Aufnahme entstand 1974. Im Hintergrund ist das Fährschiff "Prinz Hamlet" zu sehen. Die "Prinzenlinie" nach England gibt es schon lange nicht mehr und "Schwips"-Cousin und -Cousine haben sich aus den Augen verloren. Jetzt macht sich Arlette auf die Suche nach ihrem Verwandten
+++ aktuelle Meldung: Wilfried Kaiser ist gefunden. Lesen Sie dazu: Gefunden dank WOCHENBLATT: Suche nach Verwandtem hatte Erfolg+++

jd. Harsefeld. Sie hoffen auf ein Wiedersehen nach mehr als vier Jahrzehnten: Arlette Flaes und ihr Mann Henri Mobers aus dem belgischen Dörfchen Moresnet (Provinz Lüttich) suchen ihren Verwandten Wilfried Kaiser, den sie zuletzt 1975 gesehen haben. Doch es ist wie mit der Nadel im Heuhaufen. Der einzige Anhaltspunkt, den das Ehepaar hat, ist der damalige Wohnort: Wilfried Kaiser, ein Cousin zweiten Grades von Arlette Flaes, hat mit seiner Frau Christa zumindest in den 1970er Jahren in Harsefeld gelebt. Anfangs besuchten sich die Paare noch gegenseitig. Doch dann verlor man sich aus den Augen. "Wir würden die Kaisers gern noch einmal treffen und in alten Erinnerungen schwelgen", sagt Henri Mobers.

Das WOCHENBLATT möchte den sympathischen Belgiern bei ihrer Suche helfen.
"Wir haben es bereits über Facebook versucht, doch ohne Erfolg", berichtet Mobers, der so gut Deutsch spricht, dass er als Rheinländer durchgehen könnte. Sein Aufruf mit einem alten Foto des Ehepaars Kaiser wurde fast 3.000 Mal geteilt, doch eine "heiße Spur" gibt es bislang nicht. Der Rentner aus Belgien schätzt, das Wilfried Kaiser heute um die 65 Jahre alt sein muss. "Es wäre schön, von ihm ein Lebenszeichen zu erhalten", sagt Mobers.

Das Ehepaar aus dem belgischen Grenzland denkt noch gern an eine Besuchsreise im Jahr 1974 zurück: Die beiden hatten sich für ein langes Wochenende auf den Weg nach Harsefeld gemacht, um die Kaisers zu besuchen und Hamburg kennenzulernen. Spontan ging es weiter zu Christa Kaisers Schwester in Berlin. Die war auf Übernachtungsgäste gar nicht eingestellt: Der Besuch aus Belgien wurde im ehemaligen Hühnerstall einquartiert. "Ein echtes Abenteuer", meint Mobers, um mit schönstem rheinischen Akzent hinzuzufügen: "Watt für'n Ding."

Ein "dolles Ding" wäre es auch, wenn Henri Mobers und seine Arlette noch einmal die verschollene Verwandtschaft in die Arme schließen könnten. Bis dahin bleiben ihnen nur ihre Erinnerungen - doch die sind zumindest nicht so verblasst wie die alten Fotos, in denen das belgische Ehepaar ab und an stöbert.

• Wer etwas über den Verbleib von Wilfried und Christa Kaiser weiß, kann sich per E-Mail melden: henri.mobers@gmail.com