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"Volle Hütte" im Rathaus: Neujahrsbegegnung in Harsefeld

Der Ratssaal war gut gefüllt: zahlreiche Bürger kamen Fotos: jd
jd. Harsefeld. "Volle Hütte" war am Samstag im Harsefelder Rathaus. Michael Ospalski, Bürgermeister des Flecken, hatte die Bürger des Ortes zur Neujahrsbegegnung geladen - und viele kamen. So viele, dass im Ratssaal zeitweise fast kein Durchkommen war. Wer sich nach den Ansprachen von Ospalski und dem "Hausherrn" Rainer Schlichtmann die Infostände von Vereinen und Verwaltung in Augenschein nehmen wollte, musste sich ins dichte Gedränge stürzen. Den Auftakt der Veranstaltung bildeten die Sternsänger. Die Kinder trugen Lieder und gute Wünsche vor und sammelten Geld für ein Projekt in Indien.

In ihren Reden gingen Ospalski und Schlichtmann auf die wichtigsten kommunalen Projekte in diesem Jahr ein. Neben dem Brückenbau über die EVB-Bahnlinie und der Sanierung der Herrenstraße (das WOCHENBLATT berichtete) zählt dazu das geplante Ärztehaus, das im ehemaligen ALDI-Markt am Hohenfelde entstehen soll. Auf seiner letzten Sitzung im alten Jahr habe der Rat dem Kauf des Grundstücks zugestimmt, berichtete Schlichtmann den Bürgern.

Allerdings stehe noch nicht fest, unter wessen Regie dieses Ärztehaus betrieben werden soll.
In diesem Zusammenhang erteilte Ospalski der Harsefelder Ärzteschaft einen Rüffel: Diese hätte sich entgegen der ursprünglichen Zusage wieder aus dem Projekt "ausgeklinkt". Seine Botschaft an die örtlichen Mediziner ist unmissverständlich: Sollten sie nicht mitmachen wollen, dann "würde es auch genug Ärzte geben, die wir von außerhalb holen können." Vielleicht müssten die Ärzte vor Ort mal die Erfahrung machen, was es bedeute, Konkurrenz zu haben, so Ospalski. Die Gemeinde werde jedenfalls vehement für die Interessen der Bürger eintreten - und das geschehe eben mit der Schaffung des Ärztehauses.

Es ist bereits gute Tradition geworden, dass sich auf dem Neujahrsempfang neben den Fachbereichen der Rathausverwaltung auch die örtlichen Vereine, Organisationen und Initiativen präsentieren. So konnten sich die Bürger anhand von Schautafeln umfassend informieren. Leitende Rathaus-Mitarbeiter bzw. die Vorstände der Vereine standen Rede und Antwort.

Während das Team der "Rotenburger Werke" bereits zu den "altbekannten Gesichtern" gehört, konnte Bürgermeister Ospalski auch "Neulinge" in dieser Runde begrüßen: Zum ersten Mal dabei war eine Abordnung der "Börne" dabei. Die Sozialeinrichtung mit Sitz in Stade, die Menschen mit Hilfebedarf mit Angeboten wie mobilen Diensten und betreutem Wohnen unterstützt, will in Harsefeld neben dem Gelände vom "Kids Planet" einen Sprachheilkindergarten bauen. Die Börne-Delegation um deren Geschäftsführerin Stefanie Mencke war angetan vom warmen Empfang, der ihnen in Harsefeld bereitet wurde: "Wir fühlen uns hier von Anfang an willkommen."