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Harsefelder Stubentiger müssen nicht kastriert und registriert werden

jd. Harsefeld. Ausschuss lehnt "Katzen-Verordnung" ab. Katzen müssen in Harsefeld auch künftig nicht gechipt werden und dürfen sich weiterhin vermehren. Im Bau- und Umweltausschuss der Samtgemeinde wurde ein Antrag der Grünen abgelehnt, wie in Apensen eine Pflicht für Katzenhalter einzuführen, ihre Samtpfoten registrieren und kastrieren zu lassen, sofern diese sich auch im Freien aufhalten. Die Politiker beschlossen, erst mal abzuwarten, wie es bei den Nachbarn läuft. Im Herbst wird die Apenser "Katzen-Verordnung" ein Jahr in Kraft sein. Dann wollen die Harsefelder dort nachfragen, welche Erfahrungen man gemacht hat.

Sein Ansinnen begründete der Grüne Hartwig Holthusen mit dem Elend der Streunerkatzen. Diese seien meist krank und abgemagert. Die Tiere müssten ums Überleben kämpfen, würden sich aber weiter ungehindert vermehren. Nachdem sich im Ausschuss starker Widerspruch regte, wollte Holthusen den Antrag zurückziehen. Doch die Mehrheit sprach sich dafür aus, das Thema umgehend abzuhandeln. Den Hauptgrund für die Ablehnung brachte Susanne de Bruijn (FWG) auf den Punkt: "Es kann doch niemand von Haus zu Haus gehen und die Einhaltung einer solchen Verordnung kontrollieren." Die Bürger dürften nicht zu Denunzianten gemacht werden.

Auch seitens der Verwaltung gab es Bedenken: Harald Polter, der im Rathaus für das Ordnungswesen zuständig ist, kritisierte, dass die gängigen Verordnungen zur Kastrationspflicht jeglicher rechtlicher Grundlage entbehren. Sich auf § 55 des Gesetzes über die öffentliche Sicherheit und Ordnung zu beziehen, um Katzenhalter in die Pflicht zu nehmen, sei nach Ansicht vieler Rechtsexperten nicht zulässig. Die Kastration einer Katze diene nicht der Gefahrenabwehr.