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AfD fordert einen Wolfsmanager für den Landkreis Harburg

Der Wolf sorgt für Konflikte: Kann ein kreiseigener Wolfsmanager das Problem mit den grauen Jägern lösen? (Foto: bim)
mi. Landkreis. Wenn sich am kommenden Montag der Kreistag des Landkreises Harburg um 15 Uhr im Gasthaus Böttcher in Nenndorf trifft, stehen dort auch zwei Anträge der AfD zur Debatte. Die Partei fordert: Der Landkreis Harburg soll eine hauptamtliche Stelle für das Wolfsmanagement schaffen. Sowie einen Sonderfond der Viehhalter bei Wolfssicherungsmaßnahmen finanziell unterstützt. Außerdem beantragt die AfD, im Kreistag eine Resolution gegen politisch motivierte Gewalt auf den Weg zu bringen.
• Braucht der Landkreis einen Wolfsmanager? Fakt ist: Im Kreisgebiet gibt es immer wieder Wolfssichtungen und auch Risse von Nutzvieh. Folgt man Schäfern und Nutztierhaltern, so hat sich der Wolf zu einem handfesten finanziellen Problem entwickelt. Ihrer Unzufriedenheit mit dem sogenannten Wolfs-Management des Landes Niedersachsen, bei dem die Population beobachtet sowie Risse dokumentiert und betroffene Viehhalter gegebenenfalls entschädigt werden, machten jüngst viele betroffenen Schäfer Luft. Durch die Forderung nach einem eigenen „Wolfsmanager“ für den Landkreis Harburg will die AfD offenbar diesen Betroffenen den Rücken stärken. Das bisherige Wolfs-Management des Landes priorisiere laut AfD die „naturschutzrelevanten Aspekte der weiteren Wolfsansiedlung.“ Die AfD gehe deswegen davon aus, dass ein unbürokratischer „Interessenausgleich“ mit geschädigten Viehhaltern nicht stattfinde. Wegen der hohen bürokratischen Hürde beantragten dazu längst nicht alle Betroffenen staatliche Hilfe, begründet die AfD ihren Antrag.
Abhilfe schaffen soll deswegen ein Wolfsmanager, der auf Kreisebene als Ansprechpartner für Betroffene fungiert, deren Ansprüche bündelt und direkt mit der zuständigen Landesbehörde klärt. Eine bessere Unterstützung der Betroffenen sei auch dringend geboten, weil sich nur so das Vertrauen ins staatliche Wolfs-Management wiederherstellen ließe.
• Der zweite Antrag der AfD ist wohl im Zuge der zu erwartenden gewaltsamen Proteste gegen den G20 Gipfel in Hamburg zu sehen. Die AfD möchte im Kreistag eine Resolution gegen linke und rechte Gewalt verabschiedet wissen. Als Begründung führt die Partei an, politisch motivierte Kriminalität nehme stark zu. Insbesondere Politiker seien immer häufiger Zielscheibe. Auch im Landkreis Harburg habe es schon solche Fälle gegeben. Der Kreistag müsse sich solchen Angriffen auf die Demokratie geschlossen entgegen stellen.
Weitere wichtige Themen auf der umfangreichen Kreistags-Agenda sind die Verbesserung der Parksituation vor dem Krankenhaus Buchholz, die Streichung der Zuschüsse für die antifaschistische Gedenkstätte „Heideruh“ sowie die Einführung der Biotonne und eine damit verbundene Anpassung der Müllgebühren.