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„Das war ganz sicher ein Wolf!“

Hinter dem Garten von Katharina Heitmann beginnt der Wald. Dorthin soll der Wolf verschwunden sein
Katharina Heitmann (24) ist sich ganz sicher: „Ich habe in meinem Garten einen Wolf gesehen!“ Die junge Frau wohnt mit ihrer Tochter in Jesteburg-Lüllau, am Rande eines Waldes. Frühmorgens hörte sie plötzlich das „Schreien“ ihrer Hühner. Sie lief sofort hinaus und stand einem Wolf gegenüber. Zuletzt seien in ihrer Nachbarschaft einige Hühner gerissen worden.

mum. Jesteburg-Lüllau. Hat Katharina Heitmann (24) wirklich einen Wolf in ihrem Garten gesehen? Die junge Frau, die am Seevenweg in Jesteburg-Lüllau am Rande eines Waldes wohnt, ist sich zumindest ganz sicher: „Ich werde diesen Tag bestimmt nicht so schnell vergessen“, sagt sie.
Es war am vergangenen Freitag gegen 7 Uhr am Morgen. Katharina Heitmann war gerade dabei, die Milch für ihre kleine Tochter aufzuwärmen, als sie eines ihrer Hühner hörte. „Es klang wie ein panischer Schrei“, erinnert sie sich. Die junge Mutter rannte in den Garten und konnte gerade noch sehen, wie etwas Großes hinter dem Haus verschwand. „Weil ich nicht gleich erkennen konnte, was da weggelaufen war, rannte ich um die andere Hausseite herum, um den Weg abzuschneiden“, sagt Katharina Heitmann. Plötzlich stand sie dem Tier gegenüber! „Ich bin mir ganz sicher, dass es ein Wolf war“, sagt die Jesteburgerin. „Er fletschte mich aus höchstens drei Metern Entfernung an!“ Als sie begann, laut zu schreien, ergriff er die Flucht.
Katharina Heitmann ist gelernte Tierarzthelferin, hat zudem ein mehrwöchiges Praktikum im Wildpark Lüneburger Heide absolviert. „Ich traue mir zu, einen Wolf von einem Hund zu unterscheiden.“ Das Tier, dem sie gegenüberstand, war größer als ein Schäferhund, hatte langes Fell und eine lange Rute.
Nach dem Vorfall verständigte Katharina Heitmann sofort den zuständigen Jäger. Auch der Landkreis ist informiert. Dort gibt es sogar einen Wolfsbeauftragten. Ausgeschlossen sei es zwar nicht, dass die Jesteburgerin einen Wolf gesehen habe, „aber wir werden erst dann tätig, wenn mehrere Meldungen vorliegen“, sagt Landkreis-Sprecher Johannes Freudewald. Zuletzt hatte es im vorigen Jahr eine Wolfssichtung gegeben.
Für Katharina Heitmann ist der Vorfall noch längst nicht erledigt. Ihre kleine Tochter lässt sie jetzt nicht mehr aus den Augen, wenn sie im Garten ist. Zuletzt seien, so die junge Frau, bei Nachbarn zahlreiche Hühner gerissen worden.
• Wer einen Wolf sieht, sollte sich an Hans Brackelmann unter der Rufnummer 04171 - 69 35 97 wenden. Er ist als Wolfsbeauftragter für den Landkreis Harburg zuständig.