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Ein tödliches Suchspiel: Verdeckte Hausnummern behindern Arbeit der Retter

Damit die Rettungskräfte schnell den richtigen Einsatzort finden, sollten Hausnummern gut erkennbar sein (Foto: oh)

Kürzlich in einer kleinen Wohnstraße: Rettungswagen und Notarzt, über die „112“ alarmiert, sind schnell am Einsatzort. Doch hier beginnt mit der Suche nach dem richtigen Haus der Wettlauf gegen die Zeit. „Leider sind die Hausnummern häufig so ungünstig angebracht, dass wir sie nicht finden können“, sagt Nils Möller, Leiter der Rettungswache in Elstorf, die von der Johanniter-Unfall-Hilfe betrieben wird.

(mum). Wenn der Alarm ertönt, haben die Einsatzkräfte nur ein Ziel: Sie wollen helfen - und das so schnell wie möglich. Doch häufig wird ihre Arbeit behindert, weil sie das richtige Haus durch fehlende oder schlecht angebrachte Hausnummern, beziehungsweise unzureichende Beleuchtung nicht finden können. Dann müssen die Rettungskräfte die Straßen mehrmals abfahren oder im schlimmsten Fall zu Fuß nach dem richtigen Gebäude suchen. „Hierbei geht Zeit verloren, die im Zweifelsfall Leben kosten kann“, sagt Nils Möller von der Rettungswache in Elstorf.
„Die Sichtbarkeit der eigenen Hausnummer sollte regelmäßig überprüft werden“, fordert Nils Möller. Er empfiehlt darüber hinaus allen, die den Notruf alarmieren, ihre genaue Adresse durchzugeben. „Das heißt, auch zu erklären, wie der Hauseingang zu finden ist, wenn dieser beispielsweise in einem Innenhof liegt. Am besten ist es, jemanden abzustellen, der die Helfer bei ihrer Ankunft einweisen kann.“ Genauso würden auch die Rettungskräfte handeln. Sie positionieren Lotsen für nachfolgende Kollegen oder für den Notarzt.
Schwierig wird es für die Helfer, wenn sie bei Dunkelheit oder schlechtem Wetter nach dem Einsatzort suchen müssen. Problematisch wird die Lage, wenn die Hausnummern nicht fortlaufend sind. Gerade in Neubaugebieten stellen die Rettungskräfte immer wieder fest, dass die Häuser nicht gekennzeichnet sind. Die Hausnummer sollte bereits von Weitem erkennbar sein. Häufig sind die Ziffern von Bäumen, Büschen oder Kletterpflanzen an Hausfassaden verdeckt oder befinden sich neben einer Eingangstür auf der Rückseite des Gebäudes.
Die Johanniter raten deshalb Haus- oder Wohnungseigentümern, an jedem Gebäude eine Nummer anzubringen, die auch aus einem fahrenden Fahrzeug heraus gut zu erkennen ist. „Wer zur Miete in einem Haus lebt, sollte mit seinem Vermieter oder der Hausverwaltung sprechen“, sagt Möller. „Eine gut sichtbare und beleuchtete Hausnummer kann im Ernstfall buchstäblich überlebenswichtig sein.“