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„Hier will niemand arbeiten“

Immer wieder hat das WOCHENBLATT über die Post-Container-Filiale in Bendestorf berichtet

Post-Container in Bendestorf: Ehemalige Mitarbeiterin erhebt schwere Vorwürfe.

mum. Bendestorf. Das sind keine guten Nachrichten für Bendestorf. Der Post-Container auf dem Parkplatz von Edeka Dalinger ist weiterhin geschlossen. „Aufgrund der Verlängerung der Krankschreibung unserer Mitarbeiterin bleibt die Filiale bis auf Weiteres zu“, so Post-Sprecherin Maike Wintjen auf WOCHENBLATT-Nachfrage. Wie bereits mehrfach berichtet, ist die Filiale seit mehr als acht Wochen dicht. Angekündigte Wiedereröffnungen wurden verschoben. Zudem wurde der bisherige Container gegen eine günstigere Alternative ausgetauscht.
Nun hat sich eine ehemalige Post-Mitarbeiterin, die anonym bleiben möchte, an die Redaktion gewandt. Sie erhebt schwere Vorwürfe. „Wir Mitarbeiter sollen in einem Container arbeiten, in dem es niemand lange aushält. Die Arbeitsbedingungen sind schlimm. Er ist zu klein, es ist zu eng, fusskalt und gefährlich für Kunden und Mitarbeiter, denn die Fluchtwege werden durch eingelieferte Pakete versperrt. Ich kann verstehen, dass Wirtschaftlichkeit ein Faktor ist. Aber das geht zu weit. Eine Mitarbeiterin wurde krank. Ich habe es 13 Tage ausgehalten. Dann wurde auch ich krank und habe fristlos gekündigt. Am 9. Januar sollte die Post mit einer neuen Mitarbeiterin wieder öffnen. Die hat sich aus dem Staub gemacht, als sie ihren Arbeitsplatz gesehen hat. Wen wundert das schon.“ Wie berichtet, hatte sich eine neu angeworbene Kraft kurzfristig anders entschieden „und uns erst am Morgen des Dienstantritts darüber informiert“, bestätigte Wintjen bereits. Die neue Mitarbeiterin hatte zuvor sogar ein Trainingsprogramm durchlaufen.
Zu den Vorwürfen der Mitarbeiterin über die Arbeitsbedingungen gab es seitens der Post auf WOCHENBLATT-Nachfrage keine Stellungnahme.

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