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„Ich freue mich auf das Event!“ - Kunst- und Kulturwochen-Organisator Bernd Jost im WOCHENBLATT-Interview

Bernd Jost: "Leistung muss honoriert werden.“
 
Bernd Jost organisiert zum zweiten Mal die Kunst- und Kulturwoche in Jesteburg
mum. Jesteburg. „Das ist keine leichte Aufgabe“, sagt Bernd Jost. Der selbstständige Toningenieur und Produzenten ist für die Organisation der Jesteburger Kunst- und Kulturwoche verantwortlich (10. bis 19. Juli). Er müsse zwischen allen Kulturtreibenden des Dorfes vermitteln. Zuletzt hatte es einige Misstöne gegeben, nachdem das Podium und auch die Kirche ihre Teilnahme absagten. Außerdem wurde kritisiert, dass Ratsherr Jost, dem ein Musikverlag gehört, für die Organisation ein Honorar in Höhe von 5.000 Euro erhält.
WOCHENBLATT-Redakteur Sascha Mummenhoff sprach mit Bernd Jost über das Event.

WOCHENBLATT: Vom 10. bis zum 19. Juli findet zum zweiten Mal die Kunst- und Kulturwoche unter ihrer Leitung statt. Was erwartet die Besucher?
Bernd Jost: „Ein abwechslungsreiches Programm, das für jeden etwas zu bieten hat.“

WOCHENBLATT: Worauf freuen Sie sich am meisten?
Jost: „Darauf, dass alle Veranstaltungen friedlich verlaufen und die Beteiligten mit großer Freude dabei sind.“

WOCHENBLATT: Welche Idee steckt hinter der Veranstaltung?
Jost: „Die Idee war, nachdem es keine Kunstwoche mehr in Jesteburg gab, die kreativen Kräfte zu bündeln und gemeinsam ein kulturelles Programm mit viel Abwechslung über mehrere Tage auf die Beine zu stellen.“

WOCHENBLATT: Wie hoch ist der Etat für die Kunst- und Kulturwoche?
Jost: „Es steht ein Gesamtetat in Höhe von 20.000 Euro zur Verfügung.“

WOCHENBLATT: Wer entscheidet über die Vergabe der Mittel?
Jost: „Letztendlich der Gemeinderat.“

WOCHENBLATT: Müssen die Besucher für einzelne Veranstaltungen Eintritt bezahlen?
Jost: „Es gibt einige wenige Veranstaltungen, bei denen aufgrund anfallender Kosten für Gagen, Technik, Übernachtungen und Bewirtungen Eintritt gezahlt werden muss.“

WOCHENBLATT: Zuletzt sollen sich immer mehr Vereine aus dem Programm verabschiedet haben. Unter anderem das Podium und das Kunstnetz. Ist das richtig?
Jost: „Das ist falsch und weit weg von der Realität. Ursprünglich waren 17 Akteure für das Programm geplant, aktuell beteiligen sich 15. Verabschiedet aus dem Programm haben sich das Podium und die Kirchengemeinde mit dem, wie bei der letzten Kunst- und Kulturwoche geplanten, ökumenischen Gottesdienst an der Naturbühne.“

WOCHENBLATT: Warum hat die Kirche abgesagt?
Jost: „Eine Absage von der Kirchengemeinde kam mit der Begründung, den dafür notwendigen Arbeitsaufwand mit ehrenamtlichen Helfern nicht leisten zu können.“

WOCHENBLATT: Sie sind zum zweiten Mal für die Kunst- und Kulturwoche verantwortlich. Gibt es Unterschiede?
Jost: „Verantwortlich ist die Gemeinde als Veranstalter. Es gibt Unterschiede zur Premiere, mit denen sich der Fachausschuss intensiv in der Nachlese beschäftigen wird.“

WOCHENBLATT: Sie sind Ratsherr und Vorsitzender des „Naturbühne“-Vereins. Für die Organisation der Kunst- und Kulturwoche erhalten Sie ein Honorar in Höhe von 5.000 Euro? Befürchten Sie einen Interessenkonflikt?
Jost: „Nein, denn Leistung muss honoriert werden.“

WOCHENBLATT: Machen Sie es ein drittes Mal?
Jost: „Jetzt freue ich mich erst einmal auf die bevorstehende Kunst- und Kulturwoche und danach sehen wir weiter.“

• Einen ausführlichen Bericht zur Jesteburger Kunst- und Kulturwoche lesen Sie am Mittwoch im WOCHENBLATT.