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VfL Jesteburg: Die Mitglieder sind gefordert!

Treten nicht wieder zur Wahl an: VfL-Vorsitzender Konstantin Muffert (li.), sein Stellvertreter Mirco Steinberg und Kassenwartin Maja Waburg

Und täglich grüßt das Murmeltier! Erst vor zwei Jahren hatte Konstantin Muffert den Vorsitz des VfL Jesteburg übernommen. Nach mehr als 20 Jahren als Vorsitzender war sein Vorgänger Helmut Meyer nicht wieder angetreten. Nach nur zwei Jahren an der Spitze des 1.300 Mitglieder zählenden Vereins zieht nun auch Muffert die Reißleine. Er gibt vor allem Zeitgründe an. Außer dem Vorsitzenden werden auch Vize Mirco Steinberg und Kassenwartin Maja Waburg ihre Ämter zur Verfügung stellen.
Wie schon sein Vorgänger Meyer, möchte jetzt auch Muffert im Zuge eines Workshops mit den Mitgliedern über die Zukunft des Vereins diskutieren - und zwar am Samstag. Am kommenden Dienstag findet dann eine außerordentliche Mitgliederversammlung statt.

mum. Jesteburg. Das WOCHENBLATT hatte es bereits vorab berichtet: Den Mitgliedern des VfL Jesteburg steht ein Umbruch bevor. Nach nur einer Amtszeit haben Vorsitzender Konstantin Muffert und sein Stellvertreter Mirco Steinberg genug. „Wir werden uns nicht wieder zur Wahl stellen“, teilte Muffert via Facebook mit. Nun lädt der scheidende Vorsitzende für Dienstag, 28. November, ab 19.30 Uhr zu einer außerordentlichen Mitglieder-Versammlung in den „Jesteburger Hof“ ein. „Dieser Schritt ist notwendig, da ich mich während der Jahreshauptversammlung im März nicht noch einmal zur Wahl stellen werde“, so Muffert.
„Die Gründe sind vielfältig“, erklärt der Noch-Vorsitzende. „In erster Linie liegt es daran, dass Kassenwartin Maja Waburg, Mirco Steinberg und ich nicht über die Zeit verfügen, die mittlerweile erforderlich ist, um dem Verein gerecht zu werden. Grundsätzlich sind wir der Meinung, dass ein Verein dieser Größe eine professionelle Struktur benötigt, um den Mitgliedern nicht nur jetzt, sondern auch in Zukunft ein attraktives Angebot bieten zu können.“
Vor der Mitgliederversammlung am 28. November wird der VfL Jesteburg am Samstag, 25. November, einen Workshop mit einer Referentin des Landessportbundes veranstalten, in dem es auch um die Zukunft des Vereins gehen soll. Die Ergebnisse sollen bei der Mitgliederversammlung präsentiert werden. „Wir hoffen, dass möglichst viele VfLer zu der außerordentlichen Versammlung erscheinen werden“, sagt Muffert. „Der VfL ist mit seinen mehr als 1.300 Mitgliedern ein wichtiger Akteur im Ort. Und wir möchten dazu beitragen, dass das auch so bleibt.“
Mit dem Rücktritt des Trios verliert der VfL innerhalb von nur zwei Jahren schon wieder seine gesamte Führungsmannschaft. Wie berichtet, hatte Mufferts Vorgänger Helmut Meyer (er war seit 1992 Vorsitzender) 2015 nicht wieder kandidiert. Mit ihm nahmen drei weitere Vorstandsmitglieder ihren Hut - darunter auch der damalige Vereins-Vize Dietmar Schmidt. „Es wird Zeit, dass sich im Verein etwas ändert“, betonte Meyer damals. „Die Arbeit ist ehrenamtlich nicht mehr zu leisten.“ Dazu komme noch die große finanzielle Verantwortung: Beim VfL werden jährlich bis zu 280.000 Euro bewegt. Meyer, der damals die Mitglieder ebenfalls zu Workshops eingeladen hatte, um an der Vereinsstruktur zu arbeiten, machte keinen Hehl daraus, dass er sich für die Zukunft einen hauptamtlichen Geschäftsführer gewünscht hätte. Doch daraus wurde nichts. Vielleicht klappt es drei Jahre später?

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