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„Wahn der Sinnlichkeit“ - Anna Steinert dreht Kurzfilm auf dem Studio-Areal in Bendestorf

Die Schauspieler trugen während der Dreharbeiten fantasievolle Kostüme und Masken

Rauchschwaden zogen durch das ehemalige Vox-Klangstudio auf dem verlassenen Filmstudio-Areal in Bendestorf. Dort wo in naher Zukunft das Filmmuseum eröffnen soll, herrschte am Wochenende rege Betriebsamkeit. Anna Steinert nutzte die Räumlichkeiten für ihr Film-Projekt „Wahn der Sinnlichkeit“ und verwendete dafür künstlichen Nebel. In dem Kurzfilm, der im Frühjahr präsentiert werden soll, erleben die Darsteller eine Reise in eine Zwischenwelt.

mum. Bendestorf. „Es ist schon etwas Besonderes, hier arbeiten zu dürfen“, sagt Anna Steinert. Am Wochenende verwandelte sie die Räume des ehemaligen Vox-Klangstudios auf dem Bendestorfer Filmstudio-Areal in eine magische Zwischenwelt. In ihrem Kurzfilm „Wahn der Sinnlichkeit“ erleben verschiedene Figuren eine Reise in eine surreale Wirklichkeit. Beeindruckend waren vor allem die Kostüme und Masken, die die Darsteller trugen.
„Ich hoffe, dass der Streifen im Frühjahr fertig sein wird“, sagt die junge Filmemacherin, die bereits im Jesteburger Kunsthaus eine Auswahl ihrer Werke präsentierte. Aus der Malerei kommend, befasst sich Steinert unter anderem mit dem grotesken und paradoxen Ausdruck von Gesichtern. Die Künstlerin wurde 1983 in Krefeld geboren und studierte an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg, wo sie 2013 bei Werner Büttner und Hanne Loreck ihr Diplom machte. Außer ihren Malereien fertigt Anna Steinert Masken und Objekte an, die auch die Kulisse ihrer filmischen Arbeit prägen.
In den Räumen des Filmmuseums soll im kommenden Jahr auch die Premiere des Films stattfinden. Bis dorthin ist es allerdings noch ein langer Weg, denn laut Walfried Malleskat, dem Leiter des Bendestorfer Filmmuseums, gibt es noch eine ganze Menge zu tun. „Unter anderem fehlt die Betriebserlaubnis vom Landkreis Harburg.“ Der Verein habe es geschafft, mit einem finanziellem Aufwand von 400.000 Euro zumindest einen Teil des Studios vor dem drohenden Untergang zu bewahren. „150.000 Euro sind in den Kauf von Grund und Boden mit bestehender Architektur geflossen“, so Malleskat. Im April 2015 habe der eigens gegründete Förderverein einen Kaufvertrag unterschrieben (das WOCHENBLATT berichtete mehrfach). Weitere 250.000 Euro habe der Verein laut Malleskat in bauliche Maßnahmen und technische Ausstattung investiert. „Ich gehe davon aus, dass wir noch bis zu 200.000 Euro benötigen werden, um starten zu können“, so der Museumsleiter.