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„Keine neue Bebauung in Jesteburg“

Ist gegen die angedachte Bebauung im Itzenbütteler Kirchfeld: Philipp-Alexander Wagner (FDP)

Philipp-Alexander Wagner (FDP) kritisiert Entwicklungspläne / Grüne befürchten bis zu 80 Häuser im Kirchfeld.

mum. Jesteburg. Die FDP kritisiert die Ausweisung weiterer Baugebiete in Jesteburg. Sowohl die geplante Bebauung im Kirchfeld, als auch im Schierhorner Weg sind nach Auffassung der Liberalen für Jesteburg schädlich. „Solange die Verkehrsprobleme in Jesteburg nicht gelöst und die Ressourcen für den zu erwartenden Zuzug nicht sichergestellt sind, sollten keine Baugebiete ausgewiesen werden“, sagt der Vorsitzende Philipp-Alexander Wagner. Jesteburg leide schon seit Jahren unter den nicht gelösten Verkehrsproblemen. Auch bei der Schaffung von benötigten Einkaufsmöglichkeiten sei Jesteburg nicht weiter, da die Famila-Ansiedlung voraussichtlich nie zustande kommen wird und „die Ansiedlung von Edeka in Jesteburg vom Fachausschuss blockiert wurde“. Durch einen massiven Zuzug aus neuen Wohngebieten würden sich diese Probleme nur weiter verschärfen. Darüber hinaus sei das Kirchfeld aufgrund seiner örtlichen Besonderheiten nicht als Wohngebiet im Sinne der Bauordnung geeignet. „Bereits mehrere Rechtsgutachten der Kritiker des geplanten Baugebietes haben die erheblichen rechtlichen Risiken aufgezeigt“, so Wagner. „Absehbar ist daher, dass Jesteburg mal wieder ein langjähriger Rechtsstreit drohen würde.“ Der Kritik von Ratsfrau Birgit Heilmann (Grüne) daran, dass das Thema nicht öffentlich diskutiert wird (das WOCHENBLATT berichtete), stimmt Wagner zu: „Es ist ein großer Fehler, dass man die berechtigten Sorgen der Bürger mit verschlossenen Türen beantwortet.“
Wie berichtet, hatte Heilmann öffentlich gemacht, dass der Verwaltungsausschuss Anfang Juni über den Abschluss einer Planungsvereinbarung beriet - nicht öffentlich. Heilmann geht übrigens davon aus, dass auf dem Wochenendhaus-Areal (zehn Hektar) deutlich mehr Häuser als die bislang diskutierten neun bis elf entstehen werden. „Die Zahl von neun bis elf Häusern ist eine Zahl aus dem Schreiben der Kirchfeld-Eigentümer, die dort bauen wollen und mit der sie uns ‚ködern‘ wollten“, so Heilmann. Im „Kleingedruckten“ hieß es „unter den Voraussetzungen des bestehenden B-Planes“, also den Festsetzungen des jetzigen Wochenendhausgebietes. Diese Festsetzungen würden die Bauwilligen aber gar nicht beibehalten. „Deshalb bezeichne ich diese Zahlen als ‚Köder- oder Propagandazahlen‘, um davon abzulenken, dass bei einer Umwandlung in ein Wohngebiet nach ortsüblichen Bedingungen unserer Meinung nach zwischen 40 bis 80 neue Häuser entstehen könnten“, so die Fraktionschefin. Seit Jahren nenne sie diese hohe Anzahl von möglichen Häusern, da das Planungsbüro schon einmal 800 Quadratmeter Grundstück pro Wohneinheit ins Spiel gebracht hatte. „Bei diesen Zahlen wiegeln bisher alle ab und reden von der kleinen Lösung.“