Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Ohne Bracht-Bendt in den Wahlkampf

Neuer Kandidat: Wolfgang Knobel (Foto: Frank Gerdes)

FDP wählt mit Wolfgang Knobel neuen Kandidaten für die Bundestagswahl

(mum/os). Zehn Wochen vor der Bundestagswahl hat die FDP Harburg-Land einen neuen Spitzenkandidaten gewählt: Auf dem Kreisparteitag der Freidemokraten im Gasthaus Harms in Drage erhielt Wolfgang Knobel die Stimmen aller anwesenden Mitglieder. Der pensionierte Lehrer ersetzt Nicole Bracht-Bendt: Die Buchholzerin, die zwischen 2009 und 2013 für die FDP im Bundestag gesessen hatte, verzichtete auf die Kandidatur.
Zu den Gründen des Rückzugs vereinbarte die FDP Stillschweigen. Nur so viel sagte Bracht-Bendt auf WOCHENBLATT-Nachfrage: „Ich bin mit Leidenschaft Politikerin. Manchmal muss man im Leben Entscheidungen treffen.“ Die jetzige Entwicklung sei „vollkommen okay“.
„Leider ist Nicole Bracht-Bendt aus persönlichen Gründen von ihrer Kandidatur für den Bundestag zurückgetreten“, erklärte der FDP-Kreisvorsitzende Nino Ruschmeyer. „Wir bedauern das und danken Nicole von ganzem Herzen für ihr bisheriges Engagement.“ Wolfgang Knobel aus Drennhausen, der sich schon 2002 um ein Bundestagsmandat beworben hatte, versprach vollen Einsatz im Wahlkampf: „Nachdem sich Nicole Bracht-Bendt zurückgezogen hat, bewerbe ich mich nun um das Direktmandat. Ich kann mich dann noch mehr für die FDP einsetzen und über den Wiedereinzug in den Bundestag freuen. Deutschland braucht die Liberalen.“
Vor der Kandidatenwahl stand das Thema Bildung im Mittelpunkt des FDP-Kreisparteitags.
„Wir wollen als FDP nicht mehr oder weniger, als dass jedes Kind nach dem Besuch der Grundschule schreiben, rechnen und lesen kann. So unglaublich es klingen mag, aber das ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr“, mahnte Björn Försterling, bildungspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im niedersächsischen Landtag. „Darum fordern wir als FDP unter anderem eine Verbesserung der Erzieherausbildung und eine bedarfsorientierte Ausbildung von Lehrern.“ Die Freidemokraten wollten für Niedersachsens Schüler und Studierende die beste Bildung, betonte Försterling: „Wir Niedersachsen müssen uns nicht mit Hamburg, München oder Berlin messen, sondern mit dem Rest der Welt, mit China oder den USA. In dieser globalisierten Welt muss unsere Jugend wettbewerbsfähig bleiben. Dafür werden wir als FDP sorgen.“