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Jork: Bürger beteiligen und motivieren

Das Organisationsteam der Lessing-Gespräche (v. li.) mit Bürgermeister Gerd Hubert (2. v. r.) und Referent Lennart Köpke (3. v. li.): Prof. Dietrich Fornaschon, Anping Richter, Prof. Dr. Alexander Deichsel, Dr. Jan-Valentin Deichsel und Susanne Höft-Schorpp

Gemeinde lädt zu 26. Lessing-Gesprächen, Titel: Bürgerbeteiligung

ab. Jork.
ab. Jork. Was gehört zu den bürgerlichen Rechten und Pflichten? Was beinhaltet Wahlrecht, was Wahlverpflichtung? Muss man ihr nachkommen? Bei den diesjährigen Lessing-Gesprächen am Samstag, 11. November, um 15 Uhr im Museum Altes Land in Jork (Westerjork 49) haben sich die Initiatoren für das Thema Bürgerbeteiligung entschieden, wobei der Fokus auf Wahlen und Abstimmungen fällt. Nicht nur in Deutschland hatte es in diesem Jahr mehrere Wahlen gegeben, sondern unter anderem auch in Frankreich und Österreich. Das bewog die Macher, Prof. Dietrich Fornaschon, Gemeinde-Archivarin Susanne Höft-Schorpp, Prof. Dr. Alexander Deichsel, Dr. Jan-Valentin Deichsel und die Redakteurin Anping Richter dazu, sich intensiver mit der den Bürger betreffenden Thematik  zu befassen. 
Nur wenn das Menschenbild Lessings und Kants akzeptiert werde, also ein Menschenbild der Aufklärung in einem freiheitlichen Rechtsstaat, sei eine Bürgerbeteiligung auf Augenhöhe möglich, so die Organisatoren.

Zwei Referenten werden sich während der Lessing-Gespräche damit auseinandersetzen. Dr. Manfred Brandt, Landwirt und Argrarwissenschaftler, befasst sich seit mehr als 20 Jahren mit dem Themen Wahlrecht, direkte Demokratie sowie bürgernahe und transparente Verwaltung. Sein Vortrag lautet: „Bürgerbeteiligung - mehr Schein als Sein“.

Unter dem Motto „Jugend und Politik - motivieren statt konsumieren“ referiert Lennart Köpke (CDU), jüngstes Jorker Ratsmitglied. „Wie begeistert man junge Leute für die Politik? Wie nehmen Jugendliche Wahlen wahr? Und wie lässt sich die Motivation, an Wahlen teilzunehmen, steigern? Mit diesen Fragen setze ich mich auseinander“, erklärt er. Dabei wolle er auch das Negativ-Beispiel Brexit ins Feld führen: Die Auswirkungen würden vor allem für junge Menschen spürbar, zur Wahl gegangen seien aber überwiegend ältere. Um Jugendliche für Politik zu begeistern, seien beispielsweise Projekte wie „Pimp your Town“, bei denen junge Menschen in die Gestaltung eines kommunalpolitischen Themas eingebunden werden, von großer Wichtigkeit, so Köpke.

„Beide Referenten werden die Basis legen, anschließend wird diskutiert“, so Gemeinde-Archivarin Susanne Höft-Schorpp. Jorks Bürgermeister Gerd Hubert meinte, er sei erst über die Wahl des Themas „überrascht“ gewesen: „Jetzt freue ich mich darüber und bin gespannt auf die anschließenden Diskussionen.“

• Im Anschluss an die Lessing-Gespräche verleiht die Gemeinde Jork ihren Bürgerpreis. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.