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Schweinehalter geht mit dem Kopf durch die Wand

Mega-Stall mit Güllesilo. In die Anlage wurden trotz Verbots wiederholt Schweine aufgenommen

Wieder illegal neue Tiere im Mega-Stall in Düdenbüttel: 10.000 Euro Zwangsgeld

tp. Düdenbüttel. Rund um den umstritten Mega-Maststall für 6.240 Schweine, den Landwirt Jürgen Wilkens am Ortsrand von Düdenbüttel errichtet hat, herrscht trügerische Ruhe: Denn drinnen tummeln offenbar Tausende Jungschweine, obwohl das Oberverwaltungsgericht Lüneburg ihm die Inbetriebnahme untersagt hatte.

Nach Angaben des Landkreises Stade als Kontrollbehörde leben in der Riesen-Anlage derzeit rund 4.700 Tiere. Wegen wiederholten Verstoßes gegen behördliche Auflagen hat der Kreis Zwangsgelder von insgesamt 10.000 Euro erhoben.

Offenbar handelt der Bauer nach dem Prinzip "Mit dem Kopf durch die Wand": Denn bereist im August war ihm in dem von der Gemeinde Düdenbüttel in Gang gesetzten Eilverfahren wegen Mängeln an der Zufahrtstraße "Auf den Bleeken" und einer möglichen Stickstoffbelastung eines Moores der Stallbetrieb bis auf Weiteres verboten worden. Schon damals nahm der Bauer in den Stall 5.499 Schweine auf, woraufhin der Kreis die Nutzung per Verfügung untersagte.

Gestattet wurde aus Tierschutzgründen lediglich, dass die illegal eingestallten Ferkel im Stall verbleiben werden dürfen. Doch aktuelle Kontrollen des Kreis-Veterinäramtes haben ergeben, dass Wilkens seit September mindestens zwei Mal gegen die Anordnung verstoßen hat. Der Kreis ordnete jeweils 5.000 Euro Zwangsgeld an.

Kreis-Baurat Hermann Bode droht im Fall weiterer Verstöße erneut Zwangsgelder und lässt den Bestand weiter kontrollieren. Zwischenzeitlich soll der Landwirt begonnen haben, Kritikpunkte an seiner Anlage zu beseitigen.