Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Aus Liebe zum Plattdeutschen

Die Schauspieler der Bickbeern-Schweizer im Proberaum in der Nenndorfer Hauptschule. Gegründet wurde die Theatergruppe vor 35 Jahren
mi. Rosengarten. Zweimal die Woche verwandelt sich ein Raum in der alten Grundschule in Nenndorf in die Schankstube einer typischen Hafenkneipe. Dann probt hier die plattdeutsche Theatergruppe „Die Bickbeern-Schweizer Speeldeel“ ihr neues Stück „Rund um Kap Hoorn“. Bis zur Premiere am 15. April im kommenden Jahr ist es zwar noch ein bisschen hin, doch die Proben laufen bereits auf vollen Touren.
Der Laienspielgruppe gehören heute 35 Mitglieder an. Aus der Taufe gehoben hatte sie im Jahr 1978 der kürzlich verstorbene Sottorfer Heimatforscher Werner Voß. Woher kommt eigentlich der ungewöhnliche Name der Gruppe? Vorsitzender Stephan Barghop erklärt: „Die „Bickbeern-Schweiz“ ist ein hügeliges Waldgebiet im Rosengarten und den Schwarzen Bergen. Hier pflückte man früher Blaubeeren, um sie zu verkaufen“.
Die Idee der „Bickbeern-Schweizer“ sei dabei gewesen die Plattdeutsche Sprache zu fördern. Genauso wichtig sei aber auch der Spaß am gemeinsamen Theaterspielen, sagt der Vorsitzende.
Besonders stolz ist man bei den Laienspielern, dass die Truppe seit einigen Jahren durch die Schauspielerin Sandra Keck vom bekannten Hamburger Ohnsorg-Theater professionelle Unterstützung erhält. Die „Bickbeern-Schweizer“ hatten die Schauspielerin bei einem Theaterworkshop in Harburg kennengelernt. „Frau Keck hilft uns wirklich sehr mit ihrer Bühnenerfahrung und hat dabei auch immer viel Geduld mit uns Laien“, so der Vorsitzende.
Ein bisschen Sorgen machen sich die „Bickbeern-Schweizer“ um den Nachwuchs. „Wir sind eigentlich gut aufgestellt, nur fehlen uns junge Leute“, so Stephan Barghop. Gerade bei Stücken, in denen junge Paare vorkommen, sei das sehr ärgerlich. Mitmachen kann jeder, der mindestens 16 Jahre alt ist. Kenntnisse im Plattdeutschen seien dafür nicht die größte Voraussetzung. In jedem Stück gebe es auch eine hochdeutsche Rolle. „Viel wichtiger ist der Spaß am Theaterspielen“, sagt der Vorsitzende.
• Karten für „Rund um Kap Hoorn“ gibt es unter www.bickbeernschweizer.de/page2.htm
Vorverkauf auch am Weihnachtsmarkt-Wochenende (13. und 14. Dezember) in Böttchers Gasthaus.
"Rund um Kap Hoorn"
Wer mitmachen will, meldet sich bei Stephan Barghop unter Tel. 0152-34566198.
Die Seeleute Korl und Jonny sind von ihrem Reeder aufs Trockene gesetzt worden und haben die Hafenkneipe „Kap Hoorn“ übernommen. Plötzlich taucht Christine, die Tochter des Reeders, auf. Sie ist davongelaufen, weil sie von ihrem Vater mit einen reichen Geschäftsfreund verkuppelt werden soll. Korl gibt sie deswegen als seine Nichte aus. Als zwei vom Vater angeheuerte Detektive zwar Irmgards Koffer, aber nicht sie selbst im „Kap Hoorn“ finden, vermuten sie, dass Irmgard an einen Mädchenhändler geraten ist.