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Friedwald - viele Fragen offen

Der Friedhof der Erlöser-Kirchengemeinde in Vahrendorf liegt direkt an einem Waldstück. Hier wäre ein Friedwald machbar, vorausgesetzt die Kirchengemeinde wäre damit einverstanden
mi. Rosengarten.

Einen Friedwald wird es so schnell in Rosengarten nicht geben. Wie sich jetzt bei der Vorstellung eines entsprechenden Antrags der „bunten Mehrheit“ (SPD, Grüne, Linke, UWR) im Wirtschaftsausschuss der Gemeinde Rosengarten zeigte, sind beim Thema Urnenbestattung unter Bäumen im Vorfeld von der Verwaltung noch viele Fragen zu klären.

Der Antrag der „bunten Mehrheit“ sieht die Errichtung eines sogenannten Friedwalds bzw. Ruheforstes in der Gemeinde Rosengarten vor, möglichst in der Nähe oder auf dem Grund eines bestehenden Friedhofs (das WOCHENBLATT berichtete). Bis es zu konkreten Entscheidung der Politik über den Antrag kommen kann, ist allerdings noch einige Vorarbeit von der Verwaltung zu leisten. Darin waren sich alle Vertreter im Wirtschaftsausschuss einig.
Erstes Problem bei der Umsetzung des Antrags sei dabei schon eine trennscharfe Abgrenzung der einzelnen Begrifflichkeiten Friedhain, Ruheforst, Friedwald und Urnenwald, erklärte Verwaltungs-Vize Rainer Alka auf Anfrage des WOCHENBLATT. So sei der Begriff Friedwald zum Beispiel urheberrechtlich geschützt. Sehr wahrscheinlich müsste für das Projekt auch die Friedhofssatzung der Gemeinde geändert werden. Weiter gelte es im Vorfeld zu prüfen, ob die ins Gespräch gebrachte Fläche hinter dem Friedhof in Vahrendorf für eine Urnenbestattung unter Bäumen geeignet ist. Der Friedhof in Vahrendorf stünde außerdem in direkter Trägerschaft der dortigen „Erlöser-Kirchengemeinde“, die natürlich der Einrichtung eines Friedwalds zustimmen müsste.
Rainer Alka rechnet damit, dass alle Fragen frühestens vor der Sommerpause abschließend geklärt sein werden. Danach könnte das Thema dann in den Fachausschüssen weiter vertieft werden.
„Wir sind jedenfalls zuversichtlich, dass sich auf Dauer eine entsprechende Bestattungsmöglichkeit auch in der Gemeinde Rosengarten ermöglichen lässt“, so Volkmar Block, der den Antrag im Ausschuss für die „bunte Mehrheit“ vorstellte. Die Ausschusssitzung habe ihm den Eindruck vermittelt, dass zwar noch vieles geklärt werden müsste, aber alle Fraktionen dem Antrag positiv gegenüberstünden.