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Bücherei weckt Begehrlichkeiten

Heimatverein und Hittfelder Speeldeel könnten sich gut vorstellen, die jetzige Bücherei gemeinsam zu nutzen
Heimatverein und Hittfelder Speeldeel würden das Gebäude gerne gemeinsam nutzen

kb. Hittfeld.
kb. Hittfeld. Kaum wird die Schließung der Seevetaler Bücherei-Zweigstellen diskutiert (das WOCHENBLATT berichtete), gibt es für den Standort in Hittfeld (Im Eickhoff 1) schon eine Idee für die Nachnutzung. „Damit könnten wir zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen“, sagt Henning Drewes, Vorsitzender des Heimatvereins Hittfeld. Der Vorschlag: Nach einem möglichen Auszug der Bücherei und der Zusammenlegung der Buchbestände mit der örtlichen Grundschule, könnte der Heimatverein das leerstehende und im Besitz der Gemeinde befindliche Gebäude für sein Archiv nutzen. Außerdem könnte auch die Hittfelder Speeldeel einziehen. Die plattdeutsche Theatergruppe sucht schon seit Längerem händeringend einen neuen Probenraum, weil sie ihren derzeitigen Standort im alten Spritzenhaus an der Harburger Straße aufgeben müssen. Das Gebäude wird bei der Umgestaltung des Areals rund um das Traditionsgasthaus „Zum 100-jährigen“ dem Abrissbagger zum Opfer fallen.
„Wir könnten uns sehr gut vorstellen, die Bücherei gemeinsam mit der Speeldeel zu nutzen“, sagt Henning Drewes. Der Heimatverein bekäme Gelegenheit, Teile des Archivs - das derzeit vor allem im Keller von Archivar Sören Sahling lagert - öffentlich zugänglich zu machen. Auch Ausstellungen seien machbar, so Drewes. Bei der Speeldeel fällt die Idee auf fruchtbaren Boden. „Wir überlegen schon länger, ob das nicht eine Option wäre“, sagt der Vorsitzende Axel Hansen. Er hat sich die Bücherei schon angesehen. „Es gäbe zwar das Problem, dass wir wegen einiger Fachwerk-Balken die Kulissen nicht an einem Stück aufbauen könnten, aber dafür würden wir sicher eine Lösung finden“, sagt Hansen. Ansonsten sei das Gebäude gut geeignet. „Es liegt zentral, ist beheizt und wir könnten uns eventuelle Kosten mit dem Heimatverein teilen“, sagt Hansen. Die Bereitschaft, etwas für die Nutzung der Räumlichkeiten zu bezahlen, herrscht bei beiden Vereinen. „Da findet man sicher einen Weg“, sagt Henning Drewes.
Auch Ortsbürgermeister Thomas Fey (Freie Wähler) findet die Idee gut, dass Speeldeel und Heimatverein die Bücherei in Zukunft nutzen. „Gerade bei der Speeldeel mache ich mir Sorgen, dass sie ansonsten keinen neuen Probenraum findet. Wir haben in Hittfeld kaum Leerstand und eine hohe Miete kann die Theatergruppe nicht bezahlen“, sagt Fey.
Bei der Gemeinde hat der Heimatverein bereits schriftlich Interesse an dem Gebäude bekundet. „Die Verwaltung hat das zur Kenntnis genommen, will aber zunächst den politischen Beschluss über die angedachte Schließung der Bücherei abwarten“, sagt Henning Drewes. Am Mittwoch tagt der dafür zuständige Fachausschuss.