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Ohne Rad aufgeschmissen: Wer hilft WOCHENBLATT-Austräger Anas?

Würden sich sehr freuen, wenn jemand hilft: Dieter Nagel und WOCHENBLATT-Austräger Anas
kb. Seevetal. Für den Dieb sind es meist nur zwei, drei Handgriffe und ein Rad ist geklaut. Gedanken darüber, welche Konsequenzen ihre Tat für den Bestohlenen haben können, machen sich die Langfinger vermutlich selten. WOCHENBLATT-Austräger Anas (17) trifft der Verlust seines Rades besonders. Der Schüler wohnt mit seiner Familie ziemlich abgelegen in der Lindhorster Heide in Seevetal. Sein Fahrrad war für ihn das wichtigste Fortbewegungsmittel. Ob zum Schulbus, zum Fußballtraining oder um Zeitungen auszutragen - alles erledigte Anas per Rad. Und ist nun aufgeschmissen.
Es war vorletzte Woche, als dreiste Diebe das grau-silberne Crossrad der Marke Corratec an der Bushaltestelle "Moorstraße" in Helmstorf klauten, während Anas in der Schule war. "Ich wollte zuerst gar nicht glauben, als meine Schwester anrief und meinte, das Rad sei weg", erzählt der Schüler. Ein ganzes Jahr hatte er auf sein 600 Euro teures Fahrrad gespart. Seinen Lohn vom Zeitungen austragen, Geldgeschenke zum Geburtstag - jeder Cent wurde für das Fahrrad beiseite gelegt. Umso stolzer war Anas, als er das Rad endlich kaufen konnte. "Es hatte eine verstellbare Federung und war top gepflegt", erzählt er. Erst kürzlich hatte er zusammen mit seinem Vater neue Reifen angebaut. "Mein Fahrrad war richtig gut", sagt Anas traurig.
Das dachten sich wohl auch die Diebe, die eiskalt zugriffen. Hoffnung, sein Rad wieder zu bekommen, wollte die Polizei dem Schüler nicht machen. Auch versichert war das Rad nicht. Nun steht Anas mit leeren Händen da. Seine Eltern müssen die Familie über die Runden bringen und können ihm so schnell kein neues Fahrrad kaufen.
Wenn möglich fährt sein Vater oder ein Onkel den Jungen momentan zur Bushaltestelle, das Fußballtraining musste Anas in den vergangenen zwei Wochen schon mal ausfallen lassen. "Mein Vater muss arbeiten, der kann mich leider nicht immer fahren", sagt er. Und zu Fuß ist es einfach zu weit. Um die Zeitung auszutragen, war am vergangenen Samstag sogar die ganze Familie unterwegs. Mit dem Auto wurde zentral gehalten und dann zu Fuß ausgeschwirrt. Keine Dauerlösung.
Von seinem Pech erzählte Anas auch Vertriebsinspektor Dieter Nagel, der für über 100 WOCHENBLATT-Austräger zuständig ist. Und Dieter Nagel war gleich klar: "Dem Jungen muss geholfen werden!" Nagel kennt Anas schon seit über einem Jahr. "Der Junge ist immer zuverlässig und freundlich", erzählt Nagel. Er wandte sich an die Redaktion und hofft nun, dass die WOCHENBLATT-Leser ein Herz für Anas haben. Wer dem 17-Jährigen helfen möchte, meldet sich bei Dieter Nagel unter Tel. 04105 - 2542. Und vielleicht kann Anas schon bald wieder in die Pedale treten.