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Schüler entdecken Maschener Ortsgeschichte

Gebannt lauschen die Schüler den Erzählungen von Rüdiger Clausen (Foto: GS Maschen)
kb. Maschen. Dass es in Maschen viele alte Häuser gibt, ist schon vielen Schülern der örtlichen Grundschule auf dem Schulweg aufgefallen. Aufmerksam wurden sie durch Informationstafeln, die der Arbeitskreis „Hallonen-Rundweg“ vor alten Bauwerken in Maschen und Horst aufgestellt hat. Jetzt trafen sich einige Grundschüler in der alten Schule mit Matthias Clausen vom Arbeitskreis „Hallonen-Rundweg“ und seinem Bruder Rüdiger Clausen, der als ehemaliger Schüler den Schulalltag vor rund 60 Jahren noch „live“ miterlebt hat.
 Wo jetzt im Restaurant Tische und Stühle stehen, hat Rüdiger Clausen vor Jahrzehnten die Schulbank gedrückt. Gespannt lauschten die Schüler seinen Erzählungen. Damals forderten die Lehrer, von denen viele noch im Zweiten Weltkrieg gedient hatten, absolute Disziplin. Nicht selten kam der Rohrstock zum Einsatz. Die Schüler mussten nicht nur die alte Sütterlin-Schrift erlernen, sondern das Alphabet auch auf ein Tuch zu sticken. Der Schulhof, auf dem es noch keine Klettergeräte gab, war direkt hinter dem Schulgebäude. Einfache Spiele wie Gummitwist oder Fußball standen auf dem Programm.
Rüdiger Clausen erzählte den jungen Zuhörern auch, dass nur die Schüler weiterführende Schulen besuchen konnten, die in Winsen die entsprechenden Aufnahmeprüfungen bestanden. Wer durchfiel, musste in Maschen seine achtjährige Schulzeit absolvieren, die mit der Konfirmation beendet war.
Für die Schüler war der Ortstermin ein spannender Ausflug in die Vergangenheit. Bestimmt nicht das letzte Mal, dass sie sich eine Station des "Hallonen-Rundwegs" genauer ansehen.