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Vorbildliches Großprojekt: Bau der Westumfahrung Hittfeld weiterhin voll im Zeitplan

Blick von der L213 zur K11 nach Eddelsen: Die Asphaltdecke fehlt noch, aber der Trassenverlauf ist deutlich zu erkennen
kb. Hittfeld. Ein Großprojekt, das voll im Zeitplan liegt: Dass das keine Utopie sein muss, beweist der Bau der Westumfahrung Hittfeld. Trotz riesiger Erdmassen, die bewegt werden müssen, enormer Höhenunterschiede, die es auszugleichen galt, und heftiger Regenfälle, die im Winter tiefe Furchen in den Boden zogen, laufen die Bauarbeiten völlig termingerecht. Seit der vergangenen Woche sind große Maschinen dabei, den Kreisel auf Höhe der Straße "Am Göhlenbach" zu errichten. Wenn weiterhin alles läuft wie geplant, soll die neue Umgehungsstraße im kommenden Herbst fertig sein.
Dass der Bau der rund 1,2 Kilometer langen Trasse so reibungslos läuft, ist auch Polier Hendrik Heinrich von der zuständigen Tiefbaufirma Hermann Wellmann aus Hamburg zu verdanken. Für den 35-Jährigen ist es das bisher größte Projekt, für das er verantwortlich ist. Zum Einsatz kommt dabei neben schwerem Gerät auch modernste Technik. "Per GPS wird ein digitales Geländemodell erstellt, die Daten werden an die Maschinen übertragen", erklärt Heinrich. "Man braucht nichts mehr abstecken", so der Polier.
Schon jetzt ist der Verlauf der neuen Umgehungsstraße gut zu erkennen. Die Anbindung an die neue Kiestrasse, die das Unternehmen Otto Dörner baut, wurde bereits geschaffen, im oberen Bereich mündet die Straße in den bereits vorhandenen Kreisel an der K39 bei Hittfeld-Waldesruh. Während die "K39 alt" ab dem Kreisel Richtung Hittfeld wegen der Bauarbeiten gesperrt ist und nach Fertigstellung der neuen Umgehungsstraße zurückgebaut wird, bleibt die Hittfelder Landstraße (L213) trotz der aktuellen Baumaßnahme am Kreisel befahrbar. "Das war Voraussetzung", so Heinrich. Der Bau des Kreisels erfolgt in zwei Abschnitten, um die Durchfahrt auf der wichtigen Verbindungsstraße zu gewährleisten.
Eine der größten Herausforderungen bei dem Bauprojekt war laut Heinrich der enorme Höhenunterschied zwischen der oberen und der unteren Einmündung der Straße. Und statt Frost und Kälte machten gewaltige Regenfälle im Winter Probleme. Noch immer sind die tiefen Einkerbungen, die das abfließende Wasser verursacht hat, gut zu erkennen. Zu ernsthaften Verzögerungen kam es dennoch nicht.
Als einer der letzten Schritte bei der Baumaßnahme ist die Anbindung der Umgehungsstraße an die K11 Richtung Eddelsen geplant. Ab dem Herbst soll die Westumfahrung Hittfeld und Eddelsen dann gemeinsam mit der Kiestrasse und der Südspange vom Verkehr entlasten. Von den voraussichtlichen Kosten in Höhe von rund 4,12 Millionen Euro werden 60 Prozent vom Land getragen, 40 Prozent übernimmt die Gemeinde Seevetal.