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Auf dem Prüfstand: Seevetals Ausschüsse beraten anstehende Investitionen

Verwaltung und Politik in Seevetal müssen genau nachrechnen, welche Projekte sich in den kommenden Jahren umsetzen lassen
kb. Seevetal. Kreisel, Park-and-Ride-Parkplätze, Oberflächenentwässerung: Am kommenden Dienstag, 17. Oktober (17 Uhr, Rathaus), wird auf einer gemeinsamen Sondersitzung des Ausschusses für Planung und Umweltschutz und des Wege- und Verkehrsausschusses die Prioritätenliste für anstehende Investitionen im Bereich Straßenbau und Infrastruktur beraten. Wie auch in den anderen Fachausschüssen wurden Investitionen ab einer Höhe von 500.000 Euro erfasst. Grundlage für die vom Bauamt erstellte Liste sind bereits bestehende politische Beschlüsse. Knapp sechs Millionen Euro müsste die Gemeinde Seevetal demnach bis 2022 in die zehn wichtigsten Projekte investieren, weitere acht Projekte, darunter auch die Decatur-Brücke, werden als nachrangig eingeordnet. Geschätzte Kosten ohne Decatur-Brücke: rund 6,7 Millionen Euro.
Die Liste der vorrangig anstehenden Projekte umfasst:
- Maßnahmen rund um die Matthies-Ansiedlung in Emmelndorf (Park-and-Ride-Parkplatz, Oberflächenentwässerung, Erschließung)
- einen weiteren P+R-Parkplatz am Bahnhof in Hittfeld an der Gustav-Becker-Straße
- den Bau eines Kreisels und Kanalbauarbeiten im Rahmen der „Kuhn+Witte“-Ansiedlung in Fleestedt
- ein Regenrückhaltebecken und weitere kleinere Maßnahmen am neuen Gewerbegebiet in Hittfeld „Am Bauhof - Nord“
- eine Ampel an der Maldfelstraße für das Gewerbegebiet „Beckedorf 2“
- den Straßenumbau und einen Regenwasserkanal im Rahmen der Umgestaltung des Areals rund um den „100-jährigen“ in Hittfeld
- Anpassungen am Regenrückhaltebecken in Ramelsloh (Umweltanforderungen)
- ein Regenrückhaltebecken in Eddelsen
- die Schaffung von Barrierefreiheit im Busverkehr
- die Oberflächenentwässerung und eine Straßenquerung an der Glüsinger Straße in Fleestedt
- den Straßenausbau, die Oberflächenentwässerung und Beleuchtung am Bosteler Feld in Hittfeld.
Bei den nachrangigen Investitionen fallen, abgesehen von der Decatur-Brücke, besonders die Generalentwässerung Maschen mit 5,8 Millionen Euro, der pauschale Ansatz beim Straßenneubau mit drei Millionen Euro jährlich, die Sanierung des Großmoordamms mit 2,5 Millionen Euro und die Erschließung der „Erdbeerfelder“ in Meckelfeld mit 2,6 Millionen Euro ins Gewicht.
Positiv: Beim Grundstücksverkauf im geplanten Baugebiet „Am Göhlenbach“ in Hittfeld rechnet die Gemeindeverwaltung mit einem Gewinn von über acht Millionen Euro. Geld, das die Gemeinde dringend braucht. Denn in welcher Höhe die Kosten rundum eine Alternativ-Lösung für die Decatur-Brücke ausfallen, steht derzeit noch in den Sternen.
Auch wenn die Mitglieder der beiden Ausschüsse der Prioritätenliste so oder in abgeänderter Form zustimmten: Sämtliche Investitionen werden noch einmal im Rahmen der Haushaltsberatungen für 2018 auf den Prüfstand gestellt.
• Ebenfalls am kommenden Dienstag tagt der Planungs- und Umweltausschuss regulär. In der Sitzung ab 18 Uhr im Rathaus geht es um die geplante Windenergieanlage am Ohlendorfer Weg bei Ramelsloh.