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Car-Sharing geeignet für Seevetal?

In Großstädten ist Car-Sharing beliebt. Aber eignet es sich auch für eine Flächengemeinde? (Foto: cambio Oldenburg)
kb. Seevetal.Gute Idee oder völlig ungeeignet für eine so große Gemeinde? Auf der Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses stellte jetzt Cornelia Busse von der Firma Cambio das Modell des "Car-Sharing" vor. Cambio betreibt deutschlandweit in 19 Städten, dazu gehört auch Winsen, über 300 Car-Sharing-Stationen und möchte sich auch in Seevetal ansiedeln. "Dazu brauchen wir aber die Unterstützung der Gemeindeverwaltung und Politik", sagte Busse.
Die Vorteile des Car-Sharing: Kunden können nach einmaliger Anmeldung flexibel je nach Bedarf ein Auto nutzen, ohne selber einen Wagen besitzen zu müssen. Bezahlt wird pro Kilometer und nach Fahrzeit, die Gebühren sind vom Tarif abhängig, den der Kunde nutzt. "Car-Sharing ist besonders für diejenigen geeignet, die weniger als 10.000 Kilometer im Jahr fahren, auch für Firmen und Behörden", so Cornelia Busse. Reinigung und Reparatur der Wagen übernehme Cambio, getankt werde über eine im Auto befindliche Tankkarte.
Problem in Seevetal: Es würden zunächst nur zwei Autos an zentraler Stelle in einem Ort der Gemeinde z.B. in Hittfeld stationiert werden. Wer einen Wagen nutzen will, muss ihn dort abholen und auch wieder abstellen. Kaum anzunehmen, dass jemand aus den übrigen 18 Gemeindeteilen z.B. mit dem Bus nach Hittfeld kommt, um dort aufs Auto umzusteigen.
Deutlich wurde: Ohne Unterstützung aus Verwaltung und Politik wird Cambio den Schritt nach Seevetal nicht machen. "Wir können die Autos nicht hier hinstellen und hoffen, dass sie dann genutzt werden", sagte Busse. "Wir brauchen Multiplikatoren und Interessenten." Das Thema wird nun in den politischen Fraktionen diskutiert.