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"Keine Komplettbebauung": Neue Pläne für die Bebauung am „Küstergarten/Schwarzer Weg“ vorgestellt

Der aktuelle Entwurf zur Bebauung des Areals „Küstergarten/Schwarzer Weg“. Die vom WOCHENBLATT oben in rot eingefasste Fläche soll nach dem Wunsch des Ortsrates nicht bebaut werden, die Entscheidung darüber fällt letztlich jedoch der Gemeinderat (Foto: Planungsbüro Mehring/Repro MSR)
kb. Hittfeld. „Wir lehnen eine Gesamtbebauung der Fläche ab“, das machte jetzt noch einmal Orts- und Gemeinderatsmitglied Gerhard Nobis (Grüne) im Hinblick auf die Pläne für das Areal „Küstergarten/Schwarzer Weg“ in Hittfeld klar. Er sprach damit für den gesamten Ortsrat Hittfeld, der sich kürzlich auf einer nichtöffentlichen Sitzung einstimmig auf einen Beschluss geeinigt hatte, der lediglich eine Teilbebauung der Fläche und zwar im südlichen Bereich vorsieht. Die Entscheidung darüber fällt jedoch letztlich der Gemeinderat.
Grund für den Ortsratsbeschluss ist das aktuelle Bebauungskonzept für das Areal, das das Planungsbüro Mehring im Auftrag der Gemeindeverwaltung erarbeitet hat. Auf einer Sondersitzung des Ortsrates Hittfeld am Montag im Gasthaus „Zur Linde“ wurde es erstmals öffentlich vorgestellt. Dabei wurde deutlich: Mit den Planungsentwürfen, die im Februar in der Burg Seevetal präsentiert wurden und von denen anschließend zwei Varianten weiter entwickelt werden sollten, hat der derzeitige Entwurf nicht mehr allzu viel zu tun. Statt einer eher lockeren, in vier kleinere Flächen unterteilten Wohnbebauung drängt sich im aktuellen Entwurf fast auf dem gesamten Areal ein Haus ans nächste. Sowohl im südlichen wie im nördlichen Bereich sind jeweils zwischen 100 und 120 Wohneinheiten angedacht - doppelt so viele, wie in den zuletzt vorgestellten Entwürfen des Planungsbüros Mehring. Von einer moderaten Bebauung, wie in der Bürgerbeteiligung gewünscht, kann nicht mehr gesprochen werden.
Im Ortsrat vorgestellt wurde am Montag lediglich die geplante Bebauung im südlichen Bereich des Areals. Die Entwicklung dieser Fläche habe Priorität, so Bauamtsleiter Gerd Rexrodt. Der nördliche Teil könne eventuell später überplant werden. Das geht dem Ortsrat nicht weit genug. Er hat sich in seinem Kompromiss darauf verständigt, dass die Fläche im Norden komplett aus der Bebauung genommen wird. „Wir haben eine lange Diskussion hinter uns und sind stolz darauf, dass wir uns über alle Parteigrenzen hinweg auf eine Fläche geeinigt haben“, sagte Gerd Nobis. Der Kompromiss sei eine gute Möglichkeit, die Fläche zu entwickeln, so Holger Burmeister von der CDU. Jürgen Hanisch (CDU) beschrieb den einstimmigen Beschluss sogar als „kleine Sternstunde für den Ortsrat“.
Umso genauer verfolgen die Ortsratsmitglieder jetzt, ob der Umwelt- und Planungsausschuss ihrem einstimmigen Votum folgt oder sich doch für eine Bebauung der Gesamtfläche ausspricht. Die Entscheidung fällt am Mittwoch, 26. November, um 19.30 Uhr auf der öffentlichen Sitzung in der Burg Seevetal. „Wir sind uns hier einig, was wir für Hittfeld wollen, entscheiden tun es leider andere“, fasste Marianne Landeck (SPD) die Situation zusammen.