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Neues Feuerwehrhaus für Hittfeld: Freie Wähler fordern "Runden Tisch"

Horst Baumann (v. li.), Willy Klingenberg und Klaus Prigge von den Freien Wählern wollen eine Diskussion auf sachlicher Ebene
kb. Hittfeld. "Am sinnvollsten wäre es, wenn sich alle Beteiligten an einen Tisch setzen, um gemeinsam nach einer Lösung zu suchen", sagt Willy Klingenberg, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler im Ortsrat Hittfeld und im Gemeinderat zum derzeit schwelenden Konflikt bei der Suche nach einem neuen Standort für die Hittfelder Feuerwehr.
Wie berichtet, hatte die Verwaltung kürzlich drei Standorte in der Nähe des geplanten Wohngebietes "Nördlich Göhlenbach" vorgeschlagen. Zwei der genannten Grundstücke fielen parteiübergreifend durch, u.a. weil sie teilweise auf ökologisch wertvollen Flächen liegen. Außerdem hatte man sich bei der Planung des Baugebietes darauf geeinigt, südlich der Wohnflächen einen Grüngürtel zu erhalten. Dieser hätte beim Bau eines Feuerwehrgerätehauses einiges an Fläche einbüßen müssen. Gemeindebrandmeister Rainer Wendt hatte mit wenig Verständnis auf das Votum aus der Politik reagiert. Die Freien Wähler plädieren jetzt für einen "Runden Tisch". "Grundsätzlich sollte einmal geklärt werden, ob nur die Feuerwehr umzieht oder ob das DRK dann auch mit in das neue Gebäude will. Und dann sollten wir prüfen, ob es nicht doch geeignete Flächen eventuell auf Privatgelände gibt", so Klingenberg. Auch die Option, einen Feuerwehr-Neubau am derzeitigen Standort zu planen, müsse zumindest überdacht werden. "Wichtig ist, dass wir diese Diskussion auf eine sachliche Ebene heben. Und eine Lösung finden, mit der alle leben können", so Klingenberg, der betonte, dass Naturschutzbelange natürlich nicht wichtiger seien, als die Sicherheit der Bürger. Das hatte der Gemeindebrandmeister kürzlich unterstellt.
Weniger Verständnis als für die Sorgen der Feuerwehr haben die Freien Wähler im Hinblick auf den Wunsch der Hittfelder CDU nach einer Art Dorfgemeinschaftshaus in unmittelbarer Nähe zum neuen Wohngebiet. "Wir denken, dass man für diese Zwecke sehr gut die Räumlichkeiten der Burg Seevetal nutzen kann", so Klaus Prigge. Der Verlust durch Mieteinnahmen sei niemals so hoch, wie die Kosten für einen Neubau. "Außerdem müssen wir herausfinden, wie groß der Bedarf nach einem solchen Treffpunkt wirklich ist. Es wäre fatal, in einen Neubau zu investieren und dann stünde der leer", so Klingenberg.
Ebenfalls abgelehnt wird von den Freien Wählern eine Erschließungsstraße für das neuen Wohngebiet, die in die Straße "Am Göhlenbach" mündet. Das hatte die Verwaltung kürzlich vorgeschlagen. "Wir wollen eine Erschließung über den Meyermannsweg, so wie sie bereits angedacht war", so Klingenberg. Es sei nicht verständlich, warum das plötzlich nicht mehr funktionieren soll.
Kein Zweifel: Bis der Bebauungsplan "Nördlich Göhlenbach" beschlossen wird, gibt es noch reichlich Diskussionsstoff. Der Willen der Politik, die strittigen Punkte zügig zu klären scheint aber gegeben. "Wir wollen das Baugebiet noch in dieser Legislaturperiode durchbekommen", so Walter Schulz (CDU) im Hinblick auf die nahende Kommunalwahl kürzlich im Ausschuss.