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Ernährungstipp: Steckrübe - die „Mecklenburgische Ananas“

Diplom-Oecotrophologin Karin Maring (Foto: archiv)
(nw/tw). Karin Maring (59), Ernährungsexpertin im Freilichtmuseum am Kiekeberg (Ehestorf/ Landkreis Harburg), gibt in lockerer Reihenfolge für WOCHENBLATT-Leser einen Ernährungstipp. Die Diplom-Oecotrophologin (FH) aus Hamburg berät ehrenamtlich im Freilichtmuseum die Besucher und Mitarbeiter rund um gesundes und leckeres Essen.
Ihr Ernährungstipp - Steckrübe: Die Feinschmeckerküche hat sie wiederentdeckt: die Steckrübe. Einer Vielzahl von Rezepten verleiht dieses Gemüse jetzt Raffinesse und Cremigkeit. Ihr Ruf hatte besonders durch den harten, kalten „Steckrübenwinter“ 1916/17 gelitten. Nach einer Kartoffelmissernte blieb sie der Bevölkerung als Kohlenhydratlieferant die nahezu ausschließliche Nahrung. Ideenreichtum füllte ganze Kochbücher: Eintopfgerichte, Kuchen, Marmeladen und sogar ein Kaffee-Ersatz wurde daraus gezaubert. Verständlich, dass nach langer Notzeit keiner mehr Lust auf diese Gerichte hatte. Da half auch die Bezeichnung „Mecklenburgische Ananas“ nicht!
Schade, denn Steckrüben sind durch ihren hohen Wasseranteil kalorienarm, enthalten aber wertvolle Vitamine und Eiweiß. Dieses Wintergemüse ist vermutlich über Skandinavien zu uns gelangt und eine Mischung aus Kohlrabi und Rüben. Unter der rot-braunen Schale verbirgt sich gelbes, süßliches Fleisch, das nach 20-30 Minuten Kochzeit butterweich wird. Eine Steckrübe wiegt ein bis zwei Kilogramm.
- Rezept-Tipp - fruchtige Currysuppe: ½ Steckrübe und 2 große Kartoffeln, waschen, schälen, klein schneiden und mit einer gewürfelten Zwiebel in etwas Öl andünsten. Ein Esslöffel Currypulver, ein Teelöffel Salz, Pfeffer, einige getrocknete, gewürfelte Aprikosen zugeben, kurz erhitzen, mit ½ Liter Wasser auffüllen, etwa 30 Minuten kochen und pürieren. Mit einer Tasse Sahne auffüllen, abschmecken und mit geröstetem Sesam oder Mandeln servieren.