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Ein Spielplatz für Vierbeiner in Stade?

Als eine der ersten Gemeinden in der Region verfügt Neu Wulmstorf seit 2013 über eine umzäunte Hundeauslauf-Fläche. Der Verein "Leinen los" (Foto) kümmert sich um den "Vierbeiner-Spielplatz"
bc. Stade-Hagen. Diese Idee hat Charme. Hannes Nehring, Grünen-Ortsrat-Mitglied in Stade-Hagen, möchte ein kleines, mit Eichen bewachsenes Waldstück in einen umzäunten Hundewald umwandeln. Für die Hansestadt etwas völlig Neues und eine echte Bereicherung für Tierfreunde. "Hundehalter könnten ihre Tiere dort frei laufen lassen, auch während der Brut- und Setzzeit vom 1. April bis 15. Juli, in der die Hunde beim Spaziergang ansonsten angeleint bleiben müssen."

Die Besitzer der Tiere könnten stressfrei Kontakte pflegen, weil sie nicht darauf achten müssen, ob ihre Hunde andere Menschen, Radfahrer oder fahrende Pkw belästigen bzw. gefährden, so Nehring. Sein ursprünglicher Vorschlag war es, auf einer Fläche in Hagen zwischen den Straßen "Zur Mühle", "Lemmermannweg" und "Neue Stückenfeld" den Hundewald zu einzurichten. Doch bereits im Vorfeld der jüngsten Ortsratssitzung wurde das Gelände als ungeeignet verworfen.

"Es gibt mit Sicherheit geeignetere Fläche in Hagen als diese relativ zentrale Ecke, auch aus Kostengesichtspunkten", sagt Bürgermeister Hans Blank (SPD) gegenüber dem WOCHENBLATT. Er sieht eine Hundeauslauf-Fläche eher in Ortsrandlage. Grundsätzlich begrüßt Blank aber Nehrings Idee.

Als eine der ersten Gemeinden in der Region bekam Neu Wulmstorf 2013 eine umzäunte Hundeauslauf-Fläche. Der Verein "Leinen los" legte damals einen "Vierbeiner-Spielplatz" inklusive Wasserloch auf einem gemeindeeigenen Acker an. Die Umzäunung kostete den Verein rund 2.000 Euro, die nur dank großzügiger Sponsoren eingesammelt werden konnten.

Zum Hintergrund: Nach der neuen Hundeordnung in Niedersachsen gilt eine generelle Anleinpflicht für diejenigen Hunde, deren Halter keine Eignungsprüfung absolviert haben. Einige Hundehalter haben folglich nicht nur während der Brut- und Setzzeit Probleme, ihre Lieblinge artgerecht zu halten.

Aufgrund der Einwendungen hat Hannes Nehring seinen Antrag vorerst verschoben. Auf der nächsten Ortsratssitzung am Donnerstag, 19. November, soll er erneut auf den Tisch kommen: "Ich habe bereits eine andere Fläche im Auge, die aber noch nicht spruchreif ist."

Vielleicht klappt es ja, dass Hannes Nehring und viele andere Hundebesitzer im Frühjahr ihre Tiere auf einer Freilauf-Fläche in Hagen toben lassen können.