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Posse: Ortsbürgermeister jagt Telekom-Techniker vom Hof

Joachim Streckwaldt (Foto: archiv)
lt. Mittelnkirchen. In eine Telekom-Posse ist Mittelnkirchens Ortsbürgermeister Joachim Streckwaldt verwickelt. Der langjährige Telekom-Kunde war in den verganenen zwei Wochen von der Außenwelt abgeschnitten - zumindest telefonisch. Grund: Streckwaldt hatte die beiden Techniker, die ihm einen neuen, moderneren Anschluss installieren sollten, einfach vom Hof gejagt.
Der pensionierte Polizeibeamte war skeptisch gegenüber den beiden Herren, die mittags an seiner Tür klingelten und mit den Worten "Wir müssen ins Haus. Wir wollen mal gucken, ob das Telefon schon geht", um Einlass ersuchten. "Die beiden konnten mir weder eine Auftragsbestätigung noch einen Ausweis zeigen", sagt Streckwaldt. Auf die Frage, wo denn ihr Firmenwagen stünde, habe einer der Männer nur geantwortet: "Da hinten irgendwo."
Jeder Polizeibeamte hätte wohl gesagt, dass Streckwaldt sich genau richtig verhalten hat. Es ist schließlich hinlänglich bekannt, dass sich immer wieder Diebe den Zutritt zu Häusern und Wohnungen verschaffen wollen, indem sie sich z.B. als Telekom-Mitarbeiter ausgeben. Blöd gelaufen nur, dass es sich in Streckwaldts Fall tatsächlich um "echte" Telefon-Techniker handelte. Das stellte sich erst heraus, nachdem der Bürgermeister bei der Telekom-Hotline nachgefragt hatte. Inzwischen sei es dann zu spät gewesen, die beiden Herren noch einmal wieder zurück zu schicken, ärgert sich Streckwaldt. Nächster mögliche Termin: 14 Tage später.
Ein Gutes hat die Sache aber doch für den Mittelnkirchener Bürgermeister: "Ich muss zugeben, dass die ungewohnte Ruhe durch die tote Telefonleitung durchaus auch ihre Vorteile hat", sagt Joachim Streckwaldt mit einer guten Prise Humor.
• Telekom-Pressesprecher Hubertus Kischkewitz bedauert den Vorfall und will den Fall noch einmal prüfen lassen. Das Unternehmen lege höchsten Wert darauf, dass sich die Mitarbeiter sowie auch die Subunternehmer ausweisen können, gerade weil es immer wieder Betrugsversuche gebe, so Kischkewitz.
Dass die Techniker in Joachim Streckwaldts Fall nicht einfach wieder zurückfahren konnten, um den Anschluss doch noch zu installieren, erklärt der Sprecher so: "Bei der Vielzahl von Kundenterminen und aufgrund eines engen Zeitplanes, der eingehalten werden müsse, sind spontanen Änderungen leider nicht möglich."