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Wenn die Rakete 70 Meter hoch fliegt

Diese Luft-Wasser-Rakete schoss bis auf 70 Meter in die Höhe. Die anderen Teilnehmer der Herbstakademie staunten
bc. Stade. In den Ferien freiwillig in die Schule? Das ist in der Stader Herbstakademie seit nunmehr neun Jahren ganz normal. 133 Fünft- bis Zwölftklässler waren eine Woche lang Feuer und Flamme für technische Themen. Am Freitag präsentierten die Teilnehmer ihre Ergebnisse in der Jobelmannschule. Das Roboter-Rennen hat dabei große Tradition.

Zu den Gewinnern gehörten Naim (11) und Tim (12). Sie programmierten ihren Lego-Technik-Rennwagen so, dass er als Erster die Ziellinie überquerte. "Wir hatten die bessere Übersetzung", sagte Naim mit spürbarem Enthusiasmus.

Genau darum geht es: junge Leute für mathematisch-naturwissenschaftliche Themen begeistern. Ingenieure und andere Fachkräfte werden in Deutschland händeringend gesucht. "Ziel ist es, die naturwissenschaftliche Bildung zu fördern, da in einem rohstoffarmen Land wie Deutschland Wissen das wertvollste Gut ist", sagt Kirsten Kronberg, Sprecherin der Industrie- und Handelskammer Stade. Die IHK und vier Stader Schulen (BBS, VLG, IGS und Atheneum) veranstalteten die Herbstakademie.

In Experimenten lernten Kinder und Jugendliche spielerisch die Wunder der Technik kennen. So wie Kimberly (11): Ihr selbstgebastelter Motorsegler blieb am längsten in der Luft. Oder wie Leon (14) und Joanna (13), die ihre Luft-Wasser-Rakete bis auf 69 Meter Höhe katapultierten.

Die älteren Schüler arbeiteten an Projekten, die interessant für die hiesige Wirtschaft sein können. So suchten einige Schüler nach Ideen, um die Kreislaufwirtschaft bei der Aluminium Oxid Stade (AOS) zu verbessern. "Wir bieten eigentlich nur Projekte mit Zukunftsrelevanz an", sagte Mathe- und Physik-Lehrer Hans-Otto Carmesin.

Bezeichnend in dem Zusammenhang sind die Sponsoren, die die Herbstakademie unterstützen: Airbus, DOW, Cheminova etc.