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Ex-Bürgermeister Hans-Wilhelm Glüsen ist "ein bisschen enttäuscht"

Hans-Wilhelm Glüsen will sich weiter einmischen
lt. Bliedersdorf. Gerade wurde Hans-Wilhelm Glüsen (67) für seine 40-jährige Mitgliedschaft im Bliedersdorfer Rat geehrt. Und mindestens fünf Jahre wird der Bauingenieur im Ruhestand auch noch verlängern. Allerdings nicht mehr als Gemeindebürgermeister, sondern "nur" noch als Vorsitzender der Wählergemeinschafts-Fraktion, die zwei Sitze im Rat hat.
"Ich bin schon ein bisschen enttäuscht, dass ich nicht wieder gewählt wurde", gibt Glüsen zu. Wie berichtet, wurde er zum wiederholten Mal von Rainer Schulz (CDU) abgelöst. Seit 1985 war Glüsen insgesamt dreimal Bürgermeister in seinem Heimatort. Sein Hauptziel sei dabei immer gewesen, gestalterisch mitzuwirken. Ihm sei bewusst, dass er nun weniger Möglichkeiten habe, das zu tun.
Glüsen hofft, dass die FWGB künftig nicht außen vor gelassen werde, sondern eng mit den anderen Fraktionen zusammen arbeiten könne. Für ihn steht fest: "Auch wenn wir nur zwei Sitze haben, wir mischen uns trotzdem weiter ein."
Stolz ist Glüsen vor allem auf den Anbau des Kindergartens, den er als seinen Verdienst ansieht. Auch der zweite Anbau des Dorfgemeinschaftshauses sei positiv für das Dorf gewesen.
Leider sei die städtebauliche Entwicklung in den vergangenen fünf Jahren "nicht so gelungen", gibt Glüsen zu und spielt damit auf den umstrittenen Bebauungsplan "Westlich Lahmsbeck" an (das WOCHENBLATT berichtete). Dass die Erschließung der großen freien Fläche zwischen Hauptstraße und Lahmsbeck so problematisch werden würde, habe der Rat nicht erwartet, als das Thema vor rund sechs Jahren zum ersten Mal spruchreif wurde.
Die Aufstellung eines Bebauungsplanes für die Erweiterung des Windparks auf Bliedersdorfer Gemeindegebiet hält Glüsen für eine "politische Fehlentscheidung". Die geplanten mehr als 200 Meter hohen Windräder würden sicher kommen, durch die Aufstellung eines B-Planes seitens der Gemeinde sei dies lediglich verzögert worden.
Hans-Wilhelm Glüsen freut sich, dass er künftig mehr Zeit für seine mehr als 100 Brieftauben haben wird. Auch seine drei kleinen Enkeltöchter werden ihn in den kommenden Jahren auf Trab halten. Das jüngste Familienmitglied im Hause Glüsen ist gerade einmal wenige Wochen alt.