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Sozialverband kritisiert Kürzungen bei Sozialleistungen auf Kosten der Rentner

Freude über das 5.549. SoVD-Mitglied (v. li.): Änne Heinrich, Heiner Schönecke und Adolf Bauer (Foto: oh)
ce. Trelde. Scharfe Kritik an den Kürzungen der Sozialleistungen durch die Bundesregierung übte Adolf Bauer, Landes- und Bundesvorsitzender des Sozialverbandes Deutschland (SoVD), jetzt in Trelde. Er war dort Ehrengast auf der 25. Tagung des SoVD-Kreisverbandes Harburg-Land. Bauer beklagte insbesondere, dass die große Koalition in Berlin den Arbeitgeberanteil an den Krankenkassenbeiträgen festschreiben wolle. Bei der älter werdenden Gesellschaft würden steigende Gesundheitsausgaben über Zusatzbeiträge so allein den Versicherten und Rentnern aufgebürdet. Er hätte sich stattdessen von der Politik die Rückkehr zum Solidarprinzip gewünscht, wo Arbeitgeber und -nehmer gleiche Anteile leisten.
Bauer zeigte sich erfreut über die stattliche Zahl von 5.548 Mitgliedern im Kreisverband, der allein in den vergangenen vier Jahren etwa 500 Neuzugänge verbuchen konnte.
Als 5.549. Mitglied konnte der ebenfalls eingeladene CDU-Landtagsabgeordnete und Vize-Landrat Heiner Schönecke gewonnen werden. Er unterschrieb noch während der Tagung den Aufnahmeantrag.
Kreisvorsitzender Jürgen Groth führte die steigende Mitgliederzahl darauf zurück, dass neben den berechtigten sozialpolitischen Forderungen gerade mitmenschliche Zuwendung und der persönliche Einsatz den SoVD vor Ort zu einer starken Marke machten. Der Verband sei seinen Mitgliedern besonders dann ein starker Partner, wenn es gelte, berechtigte Ansprüche bei einem der vielen Sozialleistungsträger durchzusetzen. Kathrin Lohse, Sozialberaterin und Leiterin der SoVD-Geschäftsstelle untermauerte dies mit Zahlen: Während 2010 lediglich 274 Verfahren zu betreuen gewesen seien, habe sich die Zahl seitdem verdoppelt. Insgesamt habe man in diesem Zeitraum über 1,7 Millionen Euro an Leistungen für Betroffene erstritten.
In den Vorstand wurden neben Jürgen Groth neu gewählt bzw. bestätigt: Zweite Vorsitzende Änne Heinrich, deren Stellvertreter Wolfgang Rack, Schriftführer Alexander Bach, Kreisschatzmeisterin Annegret Gedak, Stellvertreter Jürgen Stender, Kreisfrauensprecherin Erika Jahn sowie fünf Beisitzer und sechs Revisoren.