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Anerkennung für herausragendes ehrenamtliches Engagement: Stadt Winsen verlieh Luhekiesel 2015

Geehrte und Laudatoren (v. li.): André Wiese, Viola Grube, André Bock, Wilfried Rieck, Ulrike Wittmund, Dirk Schaffeld, Heinrich Riedel, Malte Staiger, Karin Meißler und Gunnar Dibbern
ce. Winsen. Herausragender ehrenamtlicher Einsatz für das Gemeinwohl eint die Männer und Frauen, die jetzt von der Stadt Winsen im Rahmen einer Feierstunde im Wirtshaus im Marstall mit dem Luhekiesel 2015 ausgezeichnet wurden. Laudatoren bei der Übergabe der steinernen Trophäe waren Bürgermeister André Wiese sowie seine Stellvertreter André Bock und Wilfried Rieck.
Der erste Luhekiesel ging an Ulrike Wittmund (64), die seit zehn Jahren Vorsitzende der Rheuma-Liga Winsen und von der chronischen Krankheit selbst betroffen ist. Die heute 580 Mitglieder starke Selbsthilfegruppe "unterstützt die Patienten wie auch ihre Angehörigen kompetent", betonte Laudator André Bock. Als gelernte Fachkrankenschwester und Praxisanleiterin bringe Ulrike Wittmund die besten Voraussetzungen für ihr Engagement in der Initiative mit. Die vielfältigen Angebote der Gruppe brächten Freude und erhöhten die Lebensqualität der Teilnehmer.
"Der Luhe-Kiesel gebührt auch meinem Team, das tolle Arbeit leistet", bedankte sich die Preisträgerin.
Die Diagnose Krebs veränderte das Leben von Karin Meißler (61). Sie musste 2006 ihren Beruf als Lehrerin aufgeben, suchte sich eine neue Aufgabe und übernahm die Leitung der Winsener Selbsthilfegruppe nach Krebs. Derzeit werden hier 40 Mitglieder betreut. Die anfangs nur für Brustkrebspatientinnen gedachte Gruppe ist heute offen für alle Formen dieser Erkrankung und auch für männliche Teilnehmer. 2007 wurde Karin Meißler in den Landes- und zwei Jahre später in den Bundesvorstand der Frauenselbsthilfe gewählt. Seit 2010 leitet sie den Bundesverband, dem rund 30.000 Krebserkrankte angehören, die in 380 Gruppen organisiert sind. "Als Bundesvorsitzende sind Sie die Interessenvertretung und das Sprachrohr der vielen Krebspatienten in Deutschland", so Laudator André Wiese.
"Ich nehme die Auszeichnung auch stellvertretend für meine Mitarbeiter und Helfer entgegen", freute sich Karin Meißler.
Als "Mister Ehrenamt" titulierte Laudator Wilfried Rieck den Preisträger Heinrich Riedel (70). Dieser war unter anderem von 1972 bis 1997 Ortsbrandmeister der Feuerwehr, saß zu verschiedenen Zeiten für die CDU, als unabhängiger Ratsherr und für die Winsener Liste im Stadtrat und gehörte auch dem Kreistag an. Darüber hinaus engagierte sich der Landwirtschaftsmeister im Unterhalts- und Pflegeverband Luhe, im Vorstand des Wasserverbandes der Ilmenau-Niederung, als Jagdaufseher und ist seit 1996 Präsident der Sterbekasse Roydorf.
Heinrich Riedel bedankte sich nach der Auszeichnung "bei allen, die es mir ermöglicht haben, meine ehrenamtliche Arbeit zu leisten".
Für die "seit 14 Jahren reibungslose Organisation" des Famila Elbemasters-Jugendhandballturniers zeichnete André Wiese schließlich dessen Initiatoren Gunnar Dibbern, Viola Grube, Dirk Schaffeld und Malte Staiger aus. Auf bewundernswerte Weise bewältige das Quartett alljährlich die "Herkulesaufgabe",
für die 700 Handballer Spielplan, Unterbringung und ein attraktives Freizeitprogramm auf die Beine zu stellen. Tatkräftige Unterstützung gebe es von einem Helferstab von mehr als 100 Aktiven. André Wiese erinnerte auch an Nicole Mertens, die ebenfalls zum Turnier-Organisationsteam gehörte und im vergangenen Jahr verstarb.
Die ausgezeichneten Initiatoren bedankten sich ihrerseits bei der Stadt Winsen, "die uns immer ganz toll unterstützt".