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"Einzelkämpfer" für Eisvogel: Erich Becken wurde mit Naturschutzpreis 2015 des Landkreises Harburg ausgezeichnet

Bei der Preisverleihung (v. li.): Christa Beyer, Erich Becken, Rainer Rempe und Rainer Böttcher
ce. Winsen. "Sie sollen belohnt werden für Ihr unermüdliches ehrenamtliches Engagement für das Wappentier unserer Stiftung, den Eisvogel." Mit diesen Worten zeichneten Rainer Böttcher, Vorstandsvorsitzender der Naturschutzstiftung Landkreis Harburg (NLH), und Christa Beyer, Vorsitzende des NLH-Kuratoriums, jetzt Erich Becken (80) aus Maschen im Winsener Kreishaus mit der Eisvogel-Trophäe, dem Naturschutzpreis 2015, aus. Der 2008 ins Leben gerufene Preis wurde zum vierten Mal verliehen.
Der auf Anregung der NABU-Gruppe Winsen geehrte Erich Becken habe sich "seit mehr als 30 Jahren den Schutz des Eisvogels zur Lebensaufgabe gemacht", betonte Landrat Rainer Rempe in seiner Laudatio. Becken setze sich als "Einzelkämpfer" tatkräftig für den Erhalt der Lebensräume und Brutstätten des Vogels ein. Es gebe daher keinen "passenderen und verdienteren Preisträger".
Für die bedrohte und deshalb streng geschützte Vogelart baute Erich Becken oft auf eigene Kosten Brut- und Nistwände, unter anderem am Maschener und Steller See, an der Kleientnahmestelle in Drage, am Rethmoorsee, Junkernfeldsee, an den Kiesteichen bei Vierhöfen und am Kiessee bei Karoxbostel. "Durch jahrzehntelange Beobachtungen kennen Sie die Lebensweise des Eisvogels und die Gewässer im Landkreis Harburg wie kein Zweiter", würdigte Rainer Rempe den Einsatz Erich Beckens. Dessen Nisthilfen würden bezüglich ihrer Solidität und Haltbarkeit ihresgleichen suchen und erfreuten sich bei den Eisvögeln als Brutplätze großer Beliebtheit.
Rempe hob die Tatsache hervor, dass Becken sein großes Wissen über den Eisvogel erfolgreich an andere Naturfreunde weitergebe, die die Begeisterung für diese Tiergattung teilten. Auch bei NABU-Projekten in der Elbmarsch sei sein Wissen derzeit sehr gefragt. "Ihr Erfolg kann sich sehen lassen", gratulierte Rempe dem Preisträger: "Gerade durch Ihre Arbeit konnten sich die Eisvogelbestände in der Region nach den harten Wintern 2009 bis 2012 gut erholen."