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Positive Prognose für Arbeitsmarkt

Blickten in die Arbeitsmarkt-Zukunft (v. li.): Bernd Passier, Klaus Jentsch und Marc Bleimeister von der Agentur Lüneburg-Uelzen
ce. Landkreis. Wie zum Jahresbeginn üblich ist die Zahl der Erwerbslosen im Januar bundesweit gestiegen - um 209.000 auf insgesamt 2,777 Millionen Menschen. Das waren gleichzeitig 143.000 Männer und Frauen ohne Job weniger als im Januar 2016. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,6 Prozentpunkte auf 6,3 Prozent. Diese Zahlen gab jetzt die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg bekannt. BA-Chef Frank-Jürgen Weise führte die Entwicklung darauf zurück, dass während der Winterpause auf dem Bau und in weiteren Außenberufen die Arbeit ruhe. Grundsätzlich sei der Arbeitsmarkt gut in das Jahr 2017 gestartet.
Im Landkreis Harburg setzte sich der Bundestrend fort. So wurden im Januar von der Arbeitsagentur Winsen 2.253 Arbeitslose registriert - 92 mehr als im Dezember und 52 weniger als im Januar 2016. Die Quote stieg von 4,6 auf 4,8 Prozent, während die Zahl der unbesetzten Stellen von 112 auf 77 zurückging. Im Raum Buchholz gab es Ende Januar 3.569 Arbeitslose. Im Dezember waren es noch 6.336 gewesen und im Januar 2016 insgesamt 3.689 Personen. Zuwächse gab es bei der Quote (von 3,9 auf 4,1 Prozent) und bei den vakanten Jobs (von 208 auf 228).
Nach der jahreszeitlich bedingten Zunahme bei den Erwerbslosen-Zahlen blickt die Arbeitsagentur Lüneburg-Uelzen optimistisch in die Zukunft. "Mehr Beschäftigte, weniger Arbeitslose" lautete die Prognose für 2017 von Bernd Passier, Vorsitzender der Geschäftsführung der Arbeitsagentur, und Klaus Jentsch, Geschäftsführer des Jobcenters Landkreis Harburg, jetzt bei einem Pressegespräch in Winsen. Zum Einzugsbereich der Agentur gehören die Landkreise Harburg, Lüneburg, Lüchow-Dannenberg und Uelzen. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg habe - so Bernd Passier - für dieses Jahr für den Agenturbezirk einen Rückgang der Arbeitslosigkeit um 4,5 Prozent und ein Wachstum bei den sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen um 1,9 Prozent prognostiziert.
Unternehmen, die neue Kräfte suchen, steht Marc Bleimeister, Teamleiter des Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur, mit Rat und Tat zur Seite.
Die Digitalisierung der Berufswelt und das Ersetzen menschlicher Arbeitskräfte durch Computer wirken sich laut den Experten auf den Landkreis Harburg nur bedingt aus. Lediglich 8,9 Prozent der Arbeitnehmer in der Region seien davon betroffen. "Die Arbeitsagenturen und unsere Einrichtungen werden die Beschäftigten unter anderem durch Weiterbildungsberatung unterstützen", erklärte Klaus Jentsch vom Jobcenter. Im Landkreis Wolfsburg mit der Autostadt liege der Digitalisierungs-Prozentsatz bei 24,8, niedersachsenweit durchschnittlich immerhin bei 15,2 Prozent.