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Y-Trasse: Siegt Alpha-Variante statt Neubaustrecke?

Im Überblick: die Maßnahmen der Alpha-Variante (Foto: Dialogforum Schiene Nord)

Dialogforum Schiene Nord: Bestehende Strecken sollen umweltverträglich ausgebaut werden

ce. Landkreis. „Dies ist ein sensationeller Tag für Winsen und auch für die Dörfer im Landkreis Harburg“, freute sich jetzt Eberhard Leopold, Vorsitzender des Bürgerbündnisses Nordheide, über die guten Nachrichten bei der jüngsten Sitzung des Dialogforums Schiene Nord in Celle. Dort hatte der Generalbevollmächtigte der Deutschen Bahn AG, Ulrich Bischoping, erklärt, dass die Bahn die Planungen für eine neue Hochgeschwindigkeitstrasse für den Güter- und Personenverkehr vorerst eingestellt hat. Stattdessen prüfe sie jetzt das Schienenkonzept Alpha, das einen umweltverträglichen Ausbau der vorhandenen Bestandsstrecken im Dreieck Hamburg – Bremen – Hannover vorsieht.
„Sollten wir hier mit der Bahn einen Konsens erzielen, sind wir am Ziel“ sagte Eberhard Leopold. Die von der Bundestagsabgeordneten Kirsten Lühmann erdachte Alpha-Variante sieht vor: den dreigleisigen Ausbau der Strecke Lüneburg - Uelzen, den jeweils zweigleisigen Ausbau der Routen Nienburg - Minden und Rotenburg - Verden sowie die Ertüchtigung der Amerikalinie auf der gesamten Strecke bis Stendal. Grundforderung der am Dialogforum beteiligten Kommunen und Bürgerinitiativen ist für den Ausbau der auch durch den Kreis Harburg führenden Strecken ein optimaler Lärmschutz über den gesetzlichen Rahmen hinaus. "Eine weitere Forderung ist die Verbesserung des Schienenpersonennahverkehrs im Landkreis, denn die zusätzlichen Streckenkapazitäten dürfen nicht nur für den Güterverkehr genutzt werden, sondern auch für die Mobilität der Menschen und die Pendlerverkehre in die Metropolregion Hamburg. Nur so wird es eine Akzeptanz geben", betont Eberhard Leopold. Auch die Naturschützer seien für die Alpha-Variante, da FFH- und Vogelschutzgebiete von ihr nicht durchschnitten würden.