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Aus leichtem Plus wurde ein dickes Minus

Matthias Parchatka (Foto: Stadt Winsen)
thl. Winsen. So schnell kann es gehen! Innerhalb weniger Wochen gelang es den Politikern der Stadt Winsen nicht nur, den sowieso nur minimalen Überschuss im Ergebnis-Haushalt 2015 in Höhe von rund 65.000 Euro zu verbraten, sie ritten die Zahlen sogar mit etwa 360.000 Euro ins Minus.
Doch damit nicht genug: Kämmerer Matthias Parchatka machte in der Fachausschuss-Sitzung darauf aufmerksam, dass die Schlüsselzuweisungen des Landes vermutlich um rund 365.000 Euro geringer ausfallen als geplant und im "Gegenzug" die Kreisumlage um etwa 100.000 Euro steigt. Das hat zur Folge, dass nun ein gut 870.000 Euro großes Loch im Ergebnis-Haushalt klafft. Und es könnte noch schlimmer kommen, denn derzeit ist noch unklar, ob der Landkreis den Hebesatz für die Umlage erhöht.
Da fällt dem Kämmerer nicht nur seine geliebte Pfeife aus dem Mund, sondern den Politikern rauchen auch die Köpfe. Denn: Der Haushalt soll im Stadtrat am Donnerstag, 11. Dezember, ausgeglichen verabschiedet werden. Bis dahin muss das eine oder andere Füllhorn, das ausgeschüttet werden sollte, wohl verschlossen oder Inhalt zumindest zusammengestrichen werden.
Auch die Investitionen im Finanzhaushalt erhöhen sich deutlich um rund 4,3 Millionen Euro, u.a. durch die Baumaßnahmen zur Einführung der Ganztagsgrundschule. Das hat zur Folge, dass die Stadt mittlerweile Kredite in Höhe von etwa 12,3 Mio. Euro aufnehmen muss, um alles zu stemmen. Dadurch seien auch die Haushalte 2016 und 2017 nicht ausgeglichen, warnte der Kämmerer. Man gebe mehr aus als man einnehme und rase ungebremst in die Verschuldung. Parchatka wies erneut darauf hin, dass "deutliche Erhöhungen der Grund- und Gewerbesteuern" unumgänglich seien.